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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1920-01-01 · 5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920) · p. Seite 160

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920-1920)
Issue
5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920)
Date
1920-01-01
Page
Seite 160 (sequence 164)
Language
German
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IRI
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160 wieder nach der Macht des Stärkeren richten. Die Juden aber waren immer und überall die Schwächeren. Ein Licht beginnt in weiter Ferne uns zu leuchten; es ist eine Helle in unserem uralten Vaterlande entstanden, aber noch lange, lange wird es dauern, bis die Flamme dieses Lichtes die Verhältnisse im Galuth umschmelzen und wird umändern können. Wir wollen es erhoffen, wir wollen es erwarten. Aber bis dahin müssen wir mit den gegebenen Tatsachen rechnen, müssen wir in Betracht ziehen, dass momentan nicht Palästina dem Galuth, sondern das Galuth Erez Jisroel helfen muss, dass das heilige Land auf die Kraft seiner Söhne im Galuth angewiesen ist. „Wir brauchen ja diese Juden, auch diejenigen, die nicht, oder noch nicht nach Palästina gehen, wir brauchen sie, mit ihrem Gelde, mit ihrer Sympathie; sie sind Teile des jüdischen Volkes, sie bilden das jüdische Volk, wir können uns von ihnen nicht lossagen . . . Wir brauchen die jüdischen Vermögen (im Galuth), wir brauchen sie für Palästina ... Es bleibt das Galuth für viele Jahrzehnte mindestens — nach meiner Überzeugung für immer (!!) — eine sehr starke Position des jüdischen Volkes und ist für den Aufbau Palästinas noch für lange Jahrzehnte von entscheidender Bedeutung.“ So zu lesen in der „Jüdische Rundschau“ x), Zeitschrift der zionistischen Landsmannschaft Deutschlands. Gehört die Zukunft Palästina an, so gehört doch unsere Gegenwart der Diaspora an; und auch in der Zukunft wird noch vieles der Diaspora angehören, denn niemand unter Juden, auch nicht die Vertreter der maximalistischen Immigrationspläne in Palästina, wollen es behaupten, dass die Zukunft des ganzen jüdischen Volkes Palästina angehört. Im Jahre 1880 gab es 7 Milx) Nummer 41, vom 29. Juni 1920.

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