Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920-1920)
- Issue
- 5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 38 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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38 Förderung der jüdischen Kultur hat sie auf ihre Fahne geschrieben und sie versteht darunter, auf religiös-nationalen Boden stehend, Thora und Volk, Land und Sprache. In den Westen, dem die hebräischen Klänge bisher fremd waren, soll das lebendige hebräische Wort verpflanzt werden, und im Gewände der uns allen heiligen Sprache sollen alle Parteiunterschiede und alle Differenzen zwischen Ost- und Westjuden fallen. Im Elul 5679 begründet, kann diese hebräische Zeitschrift nun auf ein einjähriges Erscheinen zurückblicken. Nur Kenner können ermessen, nur Eingeweihte wissen, welcher Ausdauer, welcher Opferfreudigkeit Seitens der Herausgeber es bedurft hat, um eine hebräische Zeitschrift hier im Westen zu begründen und zu erhalten. Aber der Erfolg ist nicht ausgeblieben. In Erez Jisroel, wie in der Diaspora hat die Zeitschrift gebührende Beachtung gefunden. Hervorragende Literaten und im öffentlichen Leben stehende Persönlichkeiten haben bisher mitgearbeitet oder ihre Mitarbeit zugesagt. Eine Ehrenpflicht der Schweizer Juden wäre es, diese in Zürich erscheinende hebräische Zeitschrift durch zahlreiche Abonnemente auch in materieller Beziehung sicher zu stellen. Da wäre nun vor allem der jüdischen Jugend Gelegenheit geboten, Liebe zu Sprache und Land zu betätigen. Gleich dem jüdischen Jahrbuch für die Schweiz hat sich „Hajarden“ keiner Partei verschrieben und wir, die wir nun zum fünften Mal das Jahrbuch redigieren, wissen, wie trefflich man es von rechts und links versteht, diesen Weg der Parteilosigkeit zu einem dornenvollen zu gestalten. Drum gilt besonders herzlich diesem hebräischen Organ unser brüderlicher Gruss! * * * Die Wiederbelebung der jüdischen Solidarität und die Durchdringung weiter jüdischer Kreise mit der natio-