Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 4. Jahrgang 5680 = 1919/20 (1919-1919)
- Issue
- 4. Jahrgang 5680 = 1919/20 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 252 (sequence 262)
- Language
- German
- Belongs to
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252 Der Fremde richtete nun auch ihr seine Botschaft aus. Da antwortete sie, die sieben guten Jahre hätten für sie und ihren Mann noch nicht begonnen, da sie das Gold nicht als ihr eigenes betrachtet hätten. Nur was der Mensch mit seinen Händen sich verdiene, sei sein. Ein Reichtum aber, der einem ohne Schweiss und nicht gesucht zufalle, sei bloss ein Gut, das der liebe Gott den Menschen anvertraue, damit sie den armen Leuten davon geben... Darum habe sie auch von dem Golde nur für das Chedergeld genommen. Für Gottes Thora durfte sie schon von Gottes Golde nehmen. Sonst habe sie aber für sich und ihr Haus nichts, gar nichts verwendet. Und wenn jetzt der liebe Gott einen besseren Verwahrer für sein Gold habe, — na, dann solle er es eben nehmen und den andern übergeben. Schweigend hörte der Prophet Elias die Rede des Weibes an. Dann verschwand er, um sie dem hohen Rate des Himmels mitzuteilen. Dieser aber fand, dass es keine bessern Verwahrer gebe als Tojwje und sein Weib. Und so hörten die sieben Jahre nicht auf, solange die beiden lebten. J. L. P e r e z.