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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1919-01-01 · 4. Jahrgang 5680 = 1919/20 (1919) · p. Seite 188

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
4. Jahrgang 5680 = 1919/20 (1919-1919)
Issue
4. Jahrgang 5680 = 1919/20 (1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 188 (sequence 195)
Language
German
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188 Einige in der Schweiz noch nicht publizierte Daten über die Verteilung des ersten Transportes von 753 Kinder werden interessieren. 458 Kinder kamen in Familienpflege: nach Baden 34, Basel 100, Bern 34, Biel 27, Chaux-de-Fonds 11, Genf 48, Lausanne-69, Luzern 16, St. Gallen 88, Zürich 111. Ausserdem waren in neun Heimen 259 Kinder untergebracht und zwar in Pfannenstiel bei Zürich 39, Wetzikon bei Zürich 10, Speicher bei St. Gallen 66, Trogen bei St. Gallen 39, Walzenhausen bei St. Gallen 30, Heiden bei St. Gallen 20, Oberegg bei St. Gallen 34, Waldheim bei Basel 27, Savigny bei Lausanne 30. Wie die Kinder in der Schweiz gehalten wurden, welche Mühe und Liebe man an sie gewandt, hier zu erzählen, ist unmöglich. Nicht genug, dass die Schweizer Juden am 2. Juni 753 Kinder übernahmen, wurden ihnen am 2. Juli noch weitere 14 jüdische Kinder vom „Berner Komitee zur Aufnahme von Wiener Kindern“ übergeben, die sechs Wochen in Stein im Kanton Appenzell untergebracht wurden. Ausserdem hat es eine Gruppe in St. Gallen übernommen, für 50 Kinder, deren Lungen angegriffen sind, zu sorgen. Sie kamen Mitte August und wurden in Davos in einer eigens dazu gemieteten Villa aufgenommen. Schliesslich traf am 10. September der zweite grössere Transport mit 200 Ferienkindern ein. Und trotz allem ist das Hilfswerk noch nicht zu Ende gediehen und darf es nicht sein. Sollen wir zum Schluss noch Tatsachen der Wiener Kindernot anführen, erzählen von dem Untergewicht, den Krankheiten der Unterernährung wie Rachitis, Skrofulöse, Knochenerweichung, Tuberkulose, vom Hunger, von der Kälte, von der Obdachlosigkeit? Nein, es möge nur das Eine wiederholt werden: Der Friedensschluss wird sich und kann sich im kommenden Winter noch nicht bemerkbar machen. Dieser Winter wird nicht weniger hart sein als der letzte, vielleicht härter, und der Tod wird

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