Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 4. Jahrgang 5680 = 1919/20 (1919-1919)
- Issue
- 4. Jahrgang 5680 = 1919/20 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- – (sequence 117)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3135693-3135698--0947-3136672- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die Lehren der Sucko. 1. Was die Sucko bedeutet, sagt uns die Thora selbst mit den Worten: בסכות תשבו שבעת ימים כי בסכות הושבתי את 51, בני ישראל בהוציתי אותם מארץ מצריםn Hütten sollt ihr sieben Tage wohnen, denn in Hütten habe ich Eure Väter 40 Jahre wohnen lassen, als ich sie aus Egypten herausführte.“ Als unsere Väter aus Egypten zogen, mussten sie 40 Jahre lang durch eine Einöde dahinziehen, durch Wüstensand in Sonnenbrand, und in gebrechlichen Hütten wohnen. In der Wüste, die sie durchwanderten, grünte kein Halm, sprosste keine Frucht, sprudelte kein Quell. Da gab ihnen Gott das Manna zur Speise und aus Fels und Kiesel liess er das Wasser hervorrieseln, ihren Durst zu stillen. Durch diesen Leidensweg und diese Kette von Prüfungen sollte nach dem Willen des Allmächtigen sich den Herzen des jüdischen Volkes der Gedanke unauslöschlieh und unverlierbar für alle Zeiten einprägen, dass nicht vom Brote allein der Mensch lebt, dass vielmehr Gott es ist, der uns den Tisch des Lebens deckt, Gott, der uns nährt und speist, der uns erhält und vor allen Gefahren beschützt, Er allein! Gott ist unser Schutz, das ist die erste und wichtigste Lehre der Sucko. Spiegelt nicht den gleichen Gedanken tausendfältig die ganze jüdische Geschichte wieder? Durch eine Menschenwüste hat Gott uns geführt, in welcher feindliche Gewalten uns von allem ausschlossen, was das menschliche Leben verschönt und