Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918-1918)
- Issue
- 3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 244 (sequence 245)
- Language
- German
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244 gesunden Körper gedeiht gesunder Geist. Ideen und Projekte sollten nur dann ausgesprochen werden, wenn man sie in Tat umsetzen kann und umzusetzen gewillt ist. Und hier traf das zu. Aufgemuntert» durch zahlreiche, zustimmende Aeusserungen massgebender Persönlichkeiten gingen wir unter der tatkräftigen Mitarbeit des rührigen Präsidenten des Hilfsvereins, Herrn Moritz Horn, Zürich an die Verwirklichung der Idee heran. Und sie entwickelte sich, sie erfasste wieder weitere Kreise, sie agitierte und warb durch sich selbst. Das Interesse, die Sympathie und Mitwirkung gar vieler wandte sich ihr zu. Heute dürfen wir es freudig bewegten Herzens sagen: Wir stehen vor der Verwirklichung des Zieles. Im nachfolgenden sei geschildert, wie das Werk sich bisher entwickelt, wie weit es gediehen und welch' praktische Resultate bisher erzielt wurden. I. Den guten Willen zur Errichtung einer Heilstätte fanden wir bei allen Juden der Schweiz. In der Generalversammlung des Hilfsvereins vom 22. September 1917 wurde der Paragraph 11, der die Schaffung eines jüdischen Sanatoriums vorsieht, aufgenommen. Darüber war man sich von vorneherein klar, dass dies nur mit Mithilfe aller jüdischen Organisationen und Gemeinden durchgeführt werden könne und dass die Mitarbeit aller Kreise unumgänglich nötig sei. Täglich mehren sich die Anforderungen an den Verein. Heute unterstützt er bereits 35 Patienten mit über 5500 Fr. monatlich. Ohne ein eigenes Heim zu besitzen, müssen jetzt schon über 65,000 Fr. jährlich aufgebracht werden. Und diese Ausgaben werden selbstverständlich steigen, sobald das Heim errichtet ist. Fachmännische Gutachten schätzen die jährlichen Betriebskosten auf ca. 100,000 Fr. Ausserdem