Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 5678 = 1917/18 (1917-1917)
- Issue
- 5678 = 1917/18 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 230 (sequence 231)
- Language
- German
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230 Institutionen: Betsaal (Grabenstrasse 35), Religionsschule, Armenpflege (bezweckt Unterstützung an Durchreisende). Vereine: Israelitischer Br udersch aftsy er ein „ChevraChadischah“ (Präsident: Albert Mayer). Zweck: Unterstützung an unbemittelte Kranke, rituelle Funktionen bei Todesfällen, gegründet 1908, 28 . Mitglieder. — Verein für jüdische Geschichte und Literatur (Zweck: Förderung der Mitglieder in der Pflege der jüdischen Wissenschaft durch Abhaltung von Vorträgen und Anlegung einer Bibliothek, gegründet 1902, Mitglieder ca. 30 (Präs.: A. Neuhaus). Zürich. Zürich zählt heute über 6000 jüdische Seelen. Nahezu die Hälfte sind eingewanderte Juden aus dem Osten. Es bestehen in Zürich die Israelitische Kultusgemeinde, die Israelitische Religionsgesellschaft, die jüdische Gemeinde Agudas-Achim, sowie viele Privatorganisationen und Minjonim. Israelitische Kultusgemeinde Zürich. Unter diesem Namen besteht seit dem Jahre 1862 in Zürich eine jüdische Gemeinde, welche heute 645 Gemeindemitglieder zählt. Vorstand: Herrn. Schmuklerski, Präsident; H. Guggenheim- Eis, Aktuar; S. Brandenburger, Quästor; Salomon Wyler-Bloch, Präsident der Synagogen- und Ritual-Kommission; Oberrichter Dr. Mamelok, Präsident der Schulpflege; W. Simon, Präsident der Armenpflege; B. Rubinstein, Präsident des Bestattungswesens. Beamte: Rabb. Dr. Littmann; S. Tominberg, Kantor; Dr. D. Strauss, Religionslehrer; S. Jankolowitz, Kultusbeamter. Institutionen: Synagoge, Betsaal, Religionsschulen, Armenpflege (befindet sich alles im Synagogengebäude, Löwenstrasse), Friedhof (Friesenberg), Metzgereien. Israelitische Religionsgesellschaft. Im Jahre 1895 ist die Israelitische Religionsgesellschaft gegründet worden, welche heute 84 Gemeindemitglieder mit ca. 400 jüd. Seelen zählt. Vorstand: Hermann Barth, Präsident; Mitglieder: S.Dreyfuss, Max Mannes, Joseph Rosenblatt, Max Kahn. Beamte: Rabb. Dr. T. Lewenstein; Rabb. A. Kornfein; D. Wallach, Kantor; A. Schneider, Kultusbeamter. Institutionen: Synagoge (Füsslistrasse 8), Religionsschule (Sihlstrasse), Friedhof (beim Spitalfriedhof), Rituelles Bad (Anwandstrasse 60) Metzgereien (Hornergasse und LöwenstrasseL Jüdische Gemeinde Agudas „Achim“. (Präsident: P. G.Ziporkin.) Es ist dies die Gemeinde der eingewanderten osteuropäischen Juden in Zürich. Diese Gemeinde besitzt einen eigenen Friedhof in Albisrieden bei Zürich; eigene Talmud-Thora-Schule, in der z.Z. 84 Kinder Religionsunterricht geniessen. Diese Gemeinde entwickelt sich sehr rasch. Synagogen und Minjonim. „Adas Jeschurun“ (Müllerstrasse 69), täglicher Gottesdienst und Lernen. — „Bikur Cholim“ (Dienerstrasse), Gottesdienst nur an Samstagen und Feiertagen. — „Iwri“ (Bäckerstrasse), Gottesdienst nur an Samstagen und Feiertagen. — „Beth Hamidrasch Sfard“ (Anwandstrasse), täglicher Gottesdienst.