Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 5678 = 1917/18 (1917-1917)
- Issue
- 5678 = 1917/18 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 173 (sequence 174)
- Language
- German
- Belongs to
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173, tätig waren, in einem schweizerischen Komitee. Diesem ist es dann gelungen, weitere Mitarbeiter zu gewinnen, so dass es jetzt in sämtlichen jüdischen Gemeinden der Schweiz vertreten ist. Während die frühere Chaluka eine zumeist unzweckmässige Einzelverteilung der Spenden an Unbemittelte vornahm, hatte die Methode der wirtschaftlichen Fürsorge in neuerer Zeit eine Wandlung erfahren. So richtet auch das Schweiz. Erez Jisroel-Komitee in enger Fühlungnahme mit den Pekidim en Amarkalim in Amsterdam sein Hauptaugenmerk auf die Förderung der in Palästina bestehenden Wohlfahrtseinrichtungen, die im besondern Hinblick auf die palästinensischen Verhältnisse so notwendig sind. Es unterstützte vor allem die in Jerusalem bestehenden Waisenhäuser, Spitäler, Altersasyle und Volksküchen. Sein Werk sollte somit nicht einzelnen, sondern durch Förderung der für eine Gesamtheit notwendigen, gemeinnützigen Institutionen dem eigentlichen Kern der jüdischen Bevölkerung in Palästina zu gute kommen. Hand in Hand aber mit der Lösung des wirtschaftlichen und sozialen Problems geht die Sorge um die zweckmässige Erziehung der jüdischen Jugend in Palästina. Das Komitee Hess daher seine Unterstützung auch den in den letzten Jahrzehnten gegründeten Schulen in Palästina angelegen sein, den Schulen, die ihre Zöglinge im Geiste des altüberlieferten Judentums zu Thora und Arbeit erziehen und ihnen eine gediegene, profane Bildung zusammen mit jüdischem Wissen und einem fest wurzelnden Heimatgefühl vermitteln wollen. Durch die Förderung einiger Schulen und Handwerkerinstitute wollte das Komitee auch einen kleinen Teil zur Lösung der gewaltigen, von westeuropäischen jüdischen Organisationen übernommenen Aufgabe beitragen, die durch die wesentlichen Veränderungen der Lage der Juden in Palästina in den letzten Jahren notwendig geworden waren: mo-