Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 5678 = 1917/18 (1917-1917)
- Issue
- 5678 = 1917/18 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 166 (sequence 167)
- Language
- German
- Belongs to
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166 „Vater,“ antwortete Simon, „ich kann mich wirklich nicht entschliessen.“ „Du siehst die Tochter meines Vetters Moses gern?“ „Du hast es gesagt, Vater.“ „Und was meinst Du dazu, Pesschen?“ „Nun, wenn er sie gern hat.“ sprach Pesschen zagend. „Nun,“ sagte Davidsohn, „ich will Deinem Glücke nicht entgegen sein! Gehe morgen hin und mache Deinen Antrag. Es ist mir jetzt sehr gleichgiltig, was meine vornehmen Bekannten dazu sagen werden.“ Wir brauchen wohl nicht hinzuzufugen, dass Simon von der Erlaubnis seines Vaters Gebrauch machte. Sein Antrag wurde wohlgefällig entgegengenommen, und wenige Monate später wurden die Beiden ein glückliches Paar. In dem darauf folgenden Jahre bot sich Herrn Fels die Gelegenheit, eine bessere Stelle zu bekommen. Aber Herr Davidsohn konnte dessen Vorträge nicht entbehren; er liess ihn nicht fort und veranlasste ihn, in das Geschäft als Teilhaber einzutreten. Als einige Jahre später die älteste Tochter des Hauses herangewachsen war, wurde sie die glückliche Braut des ehemaligen ftabbinatskandidaten. Herr Davidsohn stand wieder, wie ehedem, bei seinen Mitbürgern in grosser Achtung; den Honorotiorenklub hat er nie wieder besucht. liabb. Dr. M. Lehmann, sei. A. Wilhelmshöhe. Nirgends anders als dort, wo es jetzt steht, hätte man es errichten dürfen. Eingebettet in tiefes Waldesgrün, bewacht von hohen himmelragenden Tannen und