Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 5677 = 1916/17 (1916-1916)
- Issue
- 5677 = 1916/17 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 110 (sequence 111)
- Language
- German
- Belongs to
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110 ihres Bestehens ist es ihr bereits gelungen, zahlreiche junge Leute durch eine zweckmässige emsige Vermittlung in Geschäften zu placieren, welche ihren Angestellten die Sabbatheiligung ermöglichen. Der Initiative des Vereins ist ferner die im Jahre 1909 erfolgte Gründung des Schweizer Erez Jisroel- Komitees zu verdanken. Dieses hat sich, um sich freier entfalten und in weiteren jüdischen Kreisen tätig sein zu können, selbständig konstituiert. Dies sind die wesentlichen Schöpfungen des Vereins. Sie sprechen deutlich für die emsige Tätigkeit, die er in den ersten neun Jahren seines Bestehens entfaltet hat. Die Leistungen des Vereins und seiner Organe im einzelnen hier aufzuführen, würde den Rahmen dieses Artikels überschreiten. Es sei nur noch darauf hingewiesen, dass der Verein die Gründung und Subventionierung ritueller Speisehäuser erstrebt; dass ihm an mehreren Orten die Errichtung eines rituellen Bades unter Aufwendung erheblicher Mittel gelungen ist und er so zahlreichen jüdischen Männern und Frauen die Möglichkeit geschaffen hat, die Gesetze der jüdischen Lebensheiligung zu beobachten. Für die Befreiung der jüdischen Soldaten vom Dienst an den Feiertagen und für deren rituelle Verpflegung am Pessach hat sich der Verein mehrfach erfolgreich bemüht. Im Jahre 1914 gelang es dem Verein unter schwierigen Verhältnissen, die Einführung von Esrogim und Lulowim für die Juden in der Schweiz zu vermitteln. Die jüngste Schöpfung des Vereins ist die „Kommission zur Verbreitung jüdischer Volksbildung in der Schweiz“, welche in den kleineren jüdischen Gemeinden der Schweiz, die infolge ihrer Abgeschlossenheit der nötigen Anregung entbehren, unentgeltlich Vortragsabende veranstalten und so jüdisches Wissen in weitere jüdische Kreise tragen will. Den Juden auf dem Lande