Israelitische Annalen
- Journal
- Israelitische Annalen
- Volume
- 1841
- Issue
- Heft 37 (10.9.1841)
- Date
- 1841-09-10
- Page
- Seite 289 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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lö. September. 37 1841. Israelitische Annalen. Ein Centralblatt für Geschichte, Literatur und Cultur -er Israeliten aller Zeiten und Länder. Herausgegeben von vr. I. M. Jost. Don diesen Annalen erscheint jeden Freitag ein ganzer Bogen; Preis des Jahrganges Rthlr. 3—fi. 5; man subscribirt bei allen löbl. Postämtern und in allen Buchhandlungen des In- und Auslandes. Skizzen über die israelitischen Zustände in England; Hirtenbrief der beiden Rabbiven zur Verhütung einer Schisma. — Gersou Levq'S Reformvorschläge in Metz. — Nachrichten und Correspondenzen: Württemberg (Gemeindcangelegenheiten). — Literatur: Neueste Leistungen der kritischen Schule; Karaitische Literatur (Fortsetzung). — Anzeigen. Skizze« über die israelitischen Zustände in England, vornehmlich in London. (Schluß.) (Schritte betreffend die Neue Gemeinde.) Was die portugiesische Gemeinde betrifft, in welcher der gelehrte Mr. De Sola fungirt, von welchem weiter unten noch die Rede sein wird, so zeigt sich auch dort einige Geneigtheit in der äußern Form manches zu verschönern, obwohl man mit noch größerer Aengstlichkeit daran geht. Die Neue Synagoge, welche seit 1837 erbaut worden, soll am Meisten in dieser Beziehung gethan haben. *)—Die Londoner Gemeinden haben 7 Synagogen, von de¬ *) Die Stellen, welche durch mehrstimmigen Gesang vorgetragen werden, sind tih ro1? nach der Münchener Melodie; eben so "]rvc6ci 'n; "pftD |\s*; des Morgens wurde ^2'^ und und andere Stücke, vorzüglich schön nach einer Composition des Mr. Ascher und des Mr. Julius I. Mombach gesungen, so auch y)Dj2 Ti'1) und -yr6 tiejs. — Bei'm ist eine ältere Melodie zum Grunde gelegt, nYTET cyJN* wird als Responsa gesungen. — Der Chor besteht bis jetzt aus 15, in der Neuen aus 17 Knaben. Es wäre sehr wünschenswerth, daß alle Gemeindeglieder ihre Kinder zur Verstärkung des Chors anhielten. Dies würde die Feierlichkeit des Gottesdienstes bedeutend erhöhen. nen die, welche wir besucht haben, einen imposanten Eindruck machen. Sowohl die Portugiesische, als die andern erwähnten beiden, welche dem deutschen Ritus folgen, sind große, geräumige und hohe Gebäude, und ihr Inneres entspricht dem Zwecke und ist sehr gut gehalten. Die große deutsche, Duke’s Place, ist 1692 erbaut und 1790 erweitert worden; sie ist 87 Fuß tief (v. W. nach O.), 621/., breit und 43 hoch; der innere Raum ist für 560 Sitze eingerichtet; die eben so geräumige Frauengallerie ruhet auf 4 starken Säulen; im Osten sind 3 Nischen, von 6 Säulen umstellt, die Mitte bildet die heilige Lade; 28 Leuchter sind angebracht mit 600 Lichtern. Der Gründer dieser Synagoge, Moses Hart, Esquire, ließ dieser Synagoge ein Legat von 1500 Lft.; welches seine Tochter, Mrs. Loewe, mit 4000 Lst. vergrößerte. Sein Bruder Pheibel war der erste Rabbiner der zu ihr sich haltenden Gemeinde. Die Bildnisse beider befinden sich noch in der Halle. — Die portugiesische ist uns um ein Geringes kleiner vorgekommen, doch sind die Verhältnisse eben so angenehm proportionirr. Schöner und in jeder Beziehung architektonisch befriedigender fanden wir die Neue Synagoge, an welcher Mr. Lindenthal (s. w. unten) als Secretar angeftellt ist. Sie ward am 13. September 1838 eingeweiht; sie ist 79 Fuß tief, 56y2 breit, 48 hoch. Die Gallerie ruht ebenfalls auf 4 schönen Säulen;