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Das Zelt · 1924-04-01 · Heft 4 (April 1924) · p. Seite 140

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Zelt
Volume
1 (1924)
Issue
Heft 4 (April 1924)
Date
1924-04-01
Page
Seite 140 (sequence 32)
Language
German
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Nr. i EINE JÜDISCHE KULTUR- TAT AUF DEM KARMEL VON DR. A. BIRAM, DIREKTOR DES BETH SEFER REALI IBRI IN HAIFA Wer heute das neue jüdische Palästina durchwandert, wer in neuen ländlichen und städtischen Siedlungen mit inniger Freude das Wiedererwachen der schöpferischen Kräfte der Juden am Werk sieht, der wird sich der Leistungen der letzten Jahrzehnte wohl an keiner Stelle deutlicher bewußt werden als in Haifa. In dieser Stadt, am Fuße des Karmels und an der blauen Bucht des Meeres gelegen, hat jüdische Leistung ein neues jüdisches Viertel geschaffen, das in seinen kleinen gefälligen Häuschen heute schon an zweitausend Einwohner zählt und sich um das Technikum und die Hebräische ReaU schule gruppiert, die wohl ohne Übertreibung als die schönsten, modernen Gebäude des jüdischen Palästina bezeichnet werden können. Das Technikum, das zu Pessach dieses Jahres eröffnet werden wird, in dessen Räumen aber heute schon wichtige Arbeiter^Fachfortbildungskurse stattfinden, wird die große Aufgabe zu lösen haben, für Palästina eine Generation von praktischen Ingenieuren und Werkmeistern heranzubilden, die theoretisches Wissen und praktisches Können in der für ein Kolonialland notwendigen Mischung aufweisen sollen. Schon heute ist die Zahl der Anmeldungen sehr groß. In enger organischer Verknüpfung mit dem Technikum und als Vorbereitungsstätte für dasselbe dienend, übt die Hebräische Realschule seit einem Jahrzehnt ihre segensreiche erzieherische Tätigkeit aus, deren Sinn es ist, eine neue jüdische Menschengeneration heranzubilden als Träger des Aufbaugedankens. Das Bildungsziel der Schule, deren Unterrichtssprache selbstverständlich Hebräisch ist, entspricht dem der höheren realen Schulen Mitteleuropas. Das Charakteristische der Schule aber liegt in dem Gedanken der Erziehung. Ein Teil der Schüler wohnt in dem mit der Schule verbundenen Internat, wo Erzieher und Zöglinge in enger Lebensgemeinschaft das Bild des neuen jüdischen Menschen zu verwirklichen suchen. Wichtigstes Mittel zur Erreichung dieses Erziehungszieles ist die Arbeit, die in der Buchbinderei, der Tischlerei 140

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