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Der israelitische Volkslehrer · 1857-10-01 · Heft 10 (Oktober 1857) · page 15

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 10 (Oktober 1857)
Date
1857-10-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Amerikanische Zustände. 30l nähren unS von Beweggründen, wenn die Resultate bitter sind P). Wir sind immer bereit, mit unseren Amtsbrüdern überall zusammen zu treffen, wenn Pläne von allgemeinem Charakter zum Frommen Israels oder der Menschheit entworfen oder verhandelt werden. Wenn alles das. wozu wir unseren Beistand reichen, sich^ als eine Fehlgeburt erweiset, so ist ernstgemeinte Hingebung genug in uns. um einen neuen Versuch zumachen. Allein wir können, nach so vielen unheilvollen Niederlagen, nicht wiedernm die Leitung übernehmen. Wenn andere Brüder wirken, wollen wir aufrichtig mitwirken bei jeglichem Plane, der zur Einheit und Erhebung des amerikanischen Israel fährt. Möge der Herausgeber des Occident den Anfang machen, und der Jsraelitc wird , seine Schuldigkeit thun." IV. D i e I u d e n. (Nach dem zu New-Vur? erschemendku Nvn ttural.l.) Wir geben hiev zur Abwechslung einen Artikel aus einem nichtjüdischen Blatte, indem uns das darin über die Juden im Allgemeinen und über die in Amerika ins Besondere gefällte M'theil manches Interessante darzubieten scheint, insbesondere da der Verfasser des Aufsatzes, wie auS manchen Ausdrücken hervorgeht, kein entschiedener Judeufrennd zu seln scheint, und daher die Anerkennung aus seinein Munde um so höher anzuschlagen ist.- „Wir erfahren durch unsere neuesten Nachrichten aus Oesterreich, daß der Minister des Innern dieses Landes, das bisher blos in gewissen Provinzen geltende Verbot zu einem allgemeinen gemacht hat. nach welchem es den Juven untersagt ist. Kirchcngefk'ße, Cruzistre und Heiligenbilder zu verfertigen oder damit Handel zu treiben. Dies ist wiederum eine Folge des Concordats. Zu Frankreich wird ein derartiges Geschäft selbst von orthodoxen Israeliten ohne Hinderniß oder Belästigung betrieben; denn in Frankreich hat die Katholische Kirche einen sehr beschränkten Einfluß auf die Leitung der öffentlichen Angelegenheiten. Dieser seltsame Volköstcunm, dnrch charakteristische Unterschiede bezeichnet, welche seit seinem Sturze als Nation nicht verwischt worden sind, hat innerhalb des letzten halben Jahrhunderts große Fortschritte in seiner socialen Stellung gemacht. Die zunehmende Freist»^ sie von vielen Aus-

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