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Der israelitische Volkslehrer · 1857-08-01 · Heft 8 (August 1857) · page 31

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 8 (August 1857)
Date
1857-08-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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D. Geist Gottes überd. 7odu ^»doda^NeujahrSmorgen). .13 Fortschritts für sich, ein anderes für den R a bb iner. ein anderes für die Gemeinde— ^olm ^Vaboim ^Veenoso.dt'ol, al?elwm!""Uttd unsere Männer - kennen sie das Judenthum? geben sie sich Mühe, es kennen zu lernen? — »l'oliu VVndaliU!« — Und unsere Frauen, die bis auf einen kleinen Theil daS ganze Zahr kein Gotteshaus besuchen, sind sie klar über die religiösen Begriffe? Französisch. Englisch. Geschichte, Naturlehre. Naturgeschichte, und Gott weiß, was Alles noch wissen sie — aber Zuventhum? Bibel? Gesetzeskunde? — ^l'olm ^ndolm ^eelwsekevii!« — Und die Lehrer der Religion in der Judenheit? — MmS! Und die Gemeinden in Israel? - getheilten SinncS! -Und der heilige Dienst in der Synagoge? — fast in keinem einzigen Orte dem anderen gleich! — /I'oliu ^Vabolnl ^Vseliysclieen st ^sne?Llwin" wüst und wirr und finster auf der Oberfläche des Jährenden Abgrundes! — Wende dich hinweg, mine Seele) Es ist ein trauriges Geschäft wahrzunehmen und zu schildern dieses betrübenden ChaoS im jetzigen Israel! — Doch warum vorzüglich in Israel? 3. Blicket weiter hinaus auf die größere menschliche Gesellschaft, und ihr werdet da nicht minder antreffen Chaos und Verwirrung — kämpfende Gegensätze— schreiende Widersprüche — ein yloim ^Vaboliu" ohne Ende! — Denn verstehen sich vielleicht die Menschen auf dem Gebiete der bürgerlichen Weltordnung einander besser als auf dem Gebiete der religiösen Gcmeindkvrdnung? Wissen sie da besser, w as sie wollen? wohinaus sie steuern? -Dieselbe Unbehaglichkeit! dieselbe Ratlosigkeit! dieselbe Ungerechtigkeit der Parteien, dieselbe Verblendung, die das Ganze opfert dem Eigensinn und der Parttisucht. Alle Versuche werden Macht an dem kranken Menschengeschlecht, und immer kränker fühlt sich das gequälte Geschlecht! — Schwärmer auf der einen Stile zählen die Grundfesten der menschlichen Gesellschaft — Ehe, Familie, Eigenthum, Gott, sittliche Freiheit und Seelenunsterblichkeit zu den veralteten Dingen und rufen: „Alles soll neu werden! " während andere, denen der Zorn das Gesicht in den Rücken gedreht hat, die schreiendsten Mißbrauche der Gesellschaft übersehen und rufen: „Alles in'S Alte zurück! " — Und doch sind eS nur Wenige, die nicht die Gewißheit durchdringt, man müsse auS dem alten Zustand heraus; Alle aber ängstigt Ungewißheit, wie und in welchen neuen Zustand man hinein gerathc! — Die jetzige Menschheit gleicht einem Schisse, welches das diesseitige Ufer, woran eS festgekettet lag, verlassen hat, und nun auf hoher See unsicher steuert, hin und zurück, und nicht weiß wohin es komme, zu einer Insel mittägiger Glückseligkeit, oder zu einem

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