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Der israelitische Volkslehrer · 1857-03-01 · Heft 3 (März 1857) · page 17

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 3 (März 1857)
Date
1857-03-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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mitgetheilt durch A. Waelder. 89 Ob hier nicht um 1000 Jahre zu hoch gegriffen, und statt deS fünften das sechste Jahrtausend gemeint, demnach statt 363 das Jahr 1368 zu setzen sei, steht dahin, und wird weiterer Untersuchung vorbehalten bleiben. Doch sei hier schon die Bemerkung angefügt, daß allerdings die frühere Jahrzahl die richtigere sein dürfte, da ja im vierzehnten Jahrhundert und namentlich seit dem Jahr 1349 die Stellung der Juden in den Donaustädten eine verzweifelte geworden Mcr Grabstein. Folgender Grabstein ist anno 1607 den 15. Juli bei Gedeon Bachers Befestigungsbau beim Gä'nslhor gefunden und zum Andenken im Zeughaus eingemauert worden. Diese Grabschrift steht zu Häupteu der Frauen Marien, einer Tochter Salomonis, welche verschieden den 4. des Monats 5iam s^iur) April im Jahr 65 der mindern Zahl, vernmthlich 4065. nach Christi Geburt 305, der Name Gottes des Himmels sei gelobt, und habe sie in ihrer Nuhe im Paradies mit andern Gerechten. Amen, Amen, Amen, Selah. Illter Grabstein. Im WachthauS auf dem Schäffelmarkt an der Wand. Was diesen Stein betrifft und eigentlich dies Grabmal, so steht solches zu Häupten des liudlii Kloses, Sohnes des äkl-ulittm, Seligen Geoä'chtnißes. welcher verschieden den 25ten des Monats Naretieselivan im Jahr 67 der mindern Zahl, vollkom 4067 oder 307 nach christt. Zeitrechnung, der Name Gottes, deö Himmels sei im Paradies i^soll wohl heißen: der Name Gottes sei gepriesen, die Seele des Verstorbenen aber im Paradies.^ IVter Grabstein. Auf dem Schäffelmarkt weiter einen gefunden, des Inhalts: Dieser Grabstein steht über dem Haupt der Frauen Julhe, einer Tochter N. Josephs, welche im Monat ^ns- *) Der Gegenstand verdient die reiflichste Untersuchung, um die Herr W. sich durch weitere Nachforschungen verdient mache. Da am Schlüsse bemerkt wird, daß die Vertreibung aus Ulm auf 1497—93 zu setzen sei und auf dem VII. Grabstein S9 die höchste oller umkommenden Zahlen ist. so ist wohl anzunehmen, daß der Ausleget sich durchweg um ein Jahrtausend geirrt, indem er dem s>H^ ein beliebiges Jahrtausend vorgesetzt. Zu dieser Annahme berechtigt das -vernmthlichdes Chronisten bei II; auch weil überall die Deutung des ^"Z als Wort des Auslegers erscheint, also die Tausend^hl auf den Monumenten nicht bemerkt ist. Nr. V. fordert zur Nachsuchung auf. Der Slyl ist einfach, also allerdings antique. Der Aus, druck „der Name Gottes :c." bei Nr. II. kann als ungewohnt mr weiteren Forschung einen Anhaltspunkt gewähren. VII. Anm. V. Red. 7

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