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Der israelitische Volkslehrer · 1851-10-01 · Heft 10 (Oktober 1851) · page 11

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 10 (Oktober 1851)
Date
1851-10-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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IRI
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Die Festgaben. 28S erinnern, welchen Segen uns das Wort Gottes geschenkt hat im Laufe dcS vergangenen Jahrs; und wir erinnern uns heute, welchen Segen uns das Wort Gottes geschenkt hat in den drei verflossenen Wochen des neubegonnenen Jahres. Wir hörten das schöne Wort am Eingang unseres Neujahrfestes: kehr' wieder, o Seel', zu deiner Ruh', und unsere Seele hat in der That Beruhigung gefunden in der heiligen Zeit; wir hörten am Neujahrsmorgen verheißend das Wort: sie werden neu aufleben mit ihren Kindern und umkehren, und in vielen ältern und jüngeren Herzen lebte neu auf der Funke des Glaubens in den hier verlebten, weihevollen Stunden; wir hörten am Vorabend des VersöhnungStages das liebevolle Wort: mit Liebe, ja mit Liebe will ich ihn aufnehmen, spricht der Herr, und Liebe zu Gott und Menschen erfüllte unser erweichtes Gemüth; wir hörten am Morgen jenes TageS das wahre Wort: ja, Ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend, und der Unterschied zwischen hier und draussen kam uns zum tiefen Bewußtsein; wir hörten am Schlußabend jenes großen Tages das ermahnende Wort: o streitet nicht auf dem Wege! und Begeisterung für Israels und der Menschheit Frieden durch Gott entzündete unser Herz; wir hörten am ersten Tage dieses Festes das freundliche Wort: und du sollst dich freuen an deinem Feste, und die lieben Personen, die an unserem Feste Antheil nehmen sollen, traten uns nahe. Das Alles wiederholt sich heut in unserem Geiste; wir fühlen, was diese Festgabe uns bedeute; was daS Wort GotteS uns Werth sei; und freudig rufen wir aus: kein Segen kommt diesem Segen gleich, den der Ewige, unser Gott, uns gegeben! — Das aber genügt dem Allgütigen nicht. Er ist nicht wie die Menschen, die mit Worten segnen und durch Handlungen Fluch bereiten; er gibt auch Segen 2. durch die That. — Wie der Vater seine Kinder entläßt und ihnen nicht nur die Hand segnend auf'S Haupt legt, sondern ihnen auch die Hand segnend öffnet, um sie vor Noch

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