Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1852)
- Date
- 1852-12-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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278 Erfahrungen aus seiner amtlichen Wirksamkeit und wurde zur Erstehung seines Strafrestes in diese Anstalt eingeliefert. Dieses grausame, unter Juden höchst selten vorkommende Verbrechen, setzt eine wilde Natur voraus, und ließ daher auch ein wildes zügelloses Betragen in der Anstalt mit Recht befürchten. Aber gegen alles Erwarten beMW wahrend seiner langjährigen Haft, ein st^rHtzßsssMnstes, fromm ergebenes Wesen, daß er die Bewunderung aller Beamten, wie Aller derer erweckte, welche die Anstalt gesuchten,. Insbesondere war er in den letzten Jahren seiner Gefangenschaft in der hiesigen Anstalt, wie ein wahrhaft frommer Einstedler. In sich gekehrt, in sein Schicksal ergeben, bot er einen überraschenden, säst ehrwürdigen Anblick dar. Wer diesen Malm sah, koWtz, ihn einer so fürchterlichen- That nicht fähig hstlten. Ich Hafte Mch von feiner wahrhaften Besserung eine so lebhafte IjMrMMg gewonnen, daß ich mich verpflichtet fühlte, um so eher für seine Begnadigung zu wirkenals er dmch körperliche Leiden so geschwächt war, daß man eine baldige AuMMg befürchten mußte. Der Director und der Arzt der Anstaltz. Wi^ lebendigste Ueberzeugung von der gründlichen .Besserung pnd bemitleidenswexthen Lage dieses Gefangnen; wir suchhech dcher eiut den Großherzoglichen Staatsanwalt dshkx D sejye^GWstm zu stimmen und ihn zu einem Besuchs hei ^emftlhep zu M anlassen. Auch dieser gewann nach einer. eiyst-ündigen. Wj^hgltung mit ihm dieselbe Neberzeugung undMurde H ibaltzMMr wirklich begnadigt. Kieser Mensch war aber — sonderbares. GpLel der MevschMnatur! — in Allem das Gegeycheil von dem^ Ms zngn bei ihm-erwartete. So wenig sein Betragen in der NMal^ Verbrechen in Uebereinstimmung gekracht werden MWtß,. ebM^wenig entspracht seine Erscheinung in der wich^er^WgtM FreihM Benehmen in-der Allstalt. S^in körperlichßtz. LeidM HMzßMMschtmmden; während er in Per Aqßalt gefährlichMraW schi-ey,.Mr er n^n plötzlich gesund geword^n.^ Leben behielt er zwar bei, wurde aber doch nach einiger ZeitMch, NWdex, Mnfangß/sel tenex, später öfter im tKUy^e yLGAustandeWtroffen. Diese Nachricht hatte mich um so schmerzlicher berühMM ich