Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 9 (September 1852)
- Date
- 1852-09-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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214 Der Mondwechsel deS Lebens. Zweiter Vortrag. Denn dazu ist der Versöhnungstag besonders geeignet, den Menschen zur Erkenntniß seiner selbst zu führen, ihm sein eigenes Selbst im Wde M zeigen, damit er sich selbst sagen könne, wie viel noch dazu fehle, daß es ein Ebenbild Gottes sei! —- Und mit dieser Betrachtung seiner selbst soll der Mensch nicht warten biO tue "Mlichen, entstellenden Züge sich, dem Seelenbilde so tief MZgeprägt, wie auf seinem Antlitz die Falten, und auf seiner Stirne die Furchen, worein die Zeit die Saat der Sorge streut; sondern bei Zeiten soll der Mensch -sich selbst erkennen lernen, tz^ZMn, in den Jahren der männlichen Kraft, so lange das Jügendfeuer noch in ihm glüht, während der jugendliche Leichtsinn gewichen ist: da soll der Mensch sich aufmachen in seiner Kraft, sich zu bessern, sein Seelenbild zu vereh.eln> daß im Licht - bilde alle schönen Züge sich ihm darstellen, wenn der Strah des Versöhnungstages in die dunkle Kammer seines Herzens fällt. — So reihet das Buch „Lokar^ an die Schriftstelle W. B. M. 19. 32) Olpn N2^ ^SV „vor dem Greisenalter sollst du dich erheben" die eben so sinnige als anreWnde Ernlahnung, daß der Mensch vor seinem eigenen Greisenalter sich erheben soll, um sich zu bessern. ^2 ^7 1N^ „Es liegt hierin eine Warnung für den Menschensohn, tt^N NZ? ^NO'' bevor er in das Greisenalter getreten ist, ^V^M i ^K) ^^P2 O'?'-! daß er sich erhebe zu einem heilwllen Standpunkte in der Welt. «11NN d<in ^NN Denn das ist eine Ehre für ihn; 12 am Ende seiner Tage aber verdient eS kein besonderes Lob, "IN'V^^I' «^1 2V 1W« N2, wenn der Mpnsch abgelebt ist, und nicht mehr das Vermögen hat zum Bösen; 2V IN'M N'SP1N2 IN''« 12 N^N «N2V^ ^sondern W verdient Anerkennung, wenn der Mensch in seiner Kraft sich hefiydet, und -dennoch das Gute anstrebt." — ' Und darum am Versöhnungstage, der unsere Kraft mehr als irgend-ein anderer Tag in Anspruch nimmt, sei es das Altex der Kraft, welches unsere Betrachtung in Anspruch nehme; daMm am Versöhnungstage, der uns die meisten Entbehrungen auferlegt, um uns zu prüfen, ziehe jenes Alter unseren Blick auf sich, wo die Entbehrungen des Lebens beginnen, um die Man-