Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 9 (September 1852)
- Date
- 1852-09-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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September 1852. .....l»55»«- 3». Der dreijährige CyeluS, oder das Vorlesen der fünf Bücher Mosis, mit den entsprechenden Bibelabschnitten (Sattarotk), in drei Jahren. Die Synagoge heißt in der Volkssprache Schule; ihr Grundelement ist Lernen, Lehren, Bekanntmachen und Bekanntwerden mit dem Willen Gottes. Moses schon nennt Sabbathe und Feste heilige Verkündigungstage (UNj?'dNZ)O); und wenn dieser Ausdruck auch anderer Auslegungen fähig ist, so ist doch das Wahrscheinlichste, daß derselbe ein Lesen, Verkündigen des Gesetzes von Seiten der Bolkslehrer (Priester, Leviten, Propheten) im Beisein des versammelten Volkes im Auge habe. Wenn Jesaias (1, 13) sagt: „an Neumond und Sabbath Verkündigung halten," VNN) und wir im 2.B. d. Kön. (24, 23) lesen: „warum gehst du heute zu ihm (dem Propheten), es ist ja nicht Neumond noch Sabbath," so scheinen die beiden Stellen einander zu erkläre!!, daß nämlich das Volk an den Festen zu seinen Lehrern sich versammelte, um die Verkündigung des göttlichen Wortes zu vernehmen. (Vergl. die Einleit. zu unserem »kodsletk« S. IV.) Als deßhalb Esra, ein zweiter Moses, den Gottesdienst wieder herstellte, oder hesser zu der neugeschaffenen Heilsanstalt, der Synagoge, welche dem Tempel an die Seite treten sollte, um ihn später überflüssig zu machen, den ersten Grundstein legte, da war es vor Allem die Quelle der Thoravorlesung, welche er zur Erquicküng des nach Gott wieder dürstenden Volkes öffnete, und um diese Institution, um diesen lebendigen Brunnen in der Mitte unseres Gottesdienstes, haben sich II. 18