Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1852)
- Date
- 1852-06-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Confirmations-Handlung. 147 wenn Du dessen gedenkest — W^rP) NZZ — dann sei in dieser Stunde Dein ganzes Herz Verehrung gegen Deinen Vater und Deine Mutter! — Was haben sie für Dich geduldet! was haben sie um dich gelitten! und wie haben sie Dich geliebt, desto mehr geliebt, je mehr sie um Dich geduldet! - Du freuest Dich Deines Daseins? Das blühende Leben anzuschauen und zu genießen, das entzücket und durchdringet Dich mit Wonnegefühl? — Und Alles, was Du hast und Alles/ was Du bist, Deinen Eltern hast Du es zu danken, den Ueberbringern der göttlichen Gaben an Dich! — Durch ihr Auge hat der Himmel mit den Blicken der Liebe in Deine Nacht hineingeleuchtet, bis das Dunkel Deines Innern von den Lichtstreifen der Morgendämmerung sich zu erhellen begann; durch ih r en Mund hat die göttliche Weisheit und Güte in Deinen unbewußten Geist so liebevoll und herzlich hineingesprochen, bis Dein Geist erwachte und mit wunderbarem Echo sein sprachvermögendes Wesen entfaltete. — Menschenwort, wundervolle Gottesgabe! — Kinderlallen, erhabene Offenbarung Gottes! — „Durch der Lallenden und Säuglinge Mund befestigest Du Deine Macht!" — Und euere ersten Kinderjahre verstrichen; Vater- und Mutterarme trugen euch, daß euer Fuß sich nicht wund stoße, bis ihr selbst gehen, das elterliche Haus verlassen und wieder finden lerntet, bis der Vater oder die Mutter euch in die Schule führten, wo eine neue Welt euch aufnahm. Da stieget ihr von Stufe zu Stufe in der EntWickelung des Geistes empor; da ging euch nach den Morgenstunden der ersten Kindheit die Sonne der Erkenntniß am klaren Himmel auf; da steigerte und erweiterte sich euer Bewußtsein im Erkennen Gottes, der Natur und euer selbst — wie Mannichfaltiges habt ihr da in euch aufgenommen, das jetzt euerer eigenen Pflege anHeim gegeben ist, aus der aufgenommenen Saat sowohl Bäume als Blumen zu ziehen, um euer Leben sowohl zu bereichern als zu verschönern: Wie viel Dank seid ihr der Schule, welchen innigen Dank eueren Lehrern und Lehrerinnen schuldig, welche die Saat eueres Geistes so hingebend und aufopfernd gepflegt haben! — Und mit dem Unterrichte in der Schule, der eueren Geist be-