Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 3 (1853)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1853)
- Date
- 1853-07-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Wimpel. Den kindlichen Sinn spricht gerade diese AMrqtW besonders an; und so stehj zu hoffen, daß aych die Verse den Kindern dadurch lieb werden, dem Gedächtnisse sich tiefer einprägen und in Stunden der Versuchung als Geleitsengel hervortreten, um sie vor Abfall von Religion und heilig reiner Sitte zu bewahren. Das gebe Gott, dessen Verehrung, im Großen wie im Kleinen, alle unsere Bestrebungen gewidmet seien. H7. Die Wimpel, oder gib deinen Kindern nicht zu viel nach. Eine Erzählung von Simon Krämer. (Fortsetzung und Schluß). Viertes Kapitel. Es war an einem der ersten Tage des Juni im Jahr 179K, nach der Zeitrechnung der Synagoge am Sabbach „LekaalMeeka" 5556, als plötzlich das Knegsgewitter gegen die Stadt heranzog, in welcher die Falk'sche Familie lebte. Die Franzosen waren über den Rhein gekommen, hatten die deutschen Heere zurückgedrängt und brachen zerstörend in die Rheinlande ein. Der von ihnen verkündete Grundsatz: „Krieg den Palästen, Friede den Hütten", war längst zur Unwahrheit geworden. Mänm'glich wußte, daß sie schon bei ihren früheren Versuchen, in Deutschland vorzudringen, Nichts verschont hatten, daß, wenn gleich die französische Staatsumwälzung neue, große Gedanken in die Welt förderte, um ylanche Ungerechtigkeit zu tilgen und vielen Unterdrückten unerwartete Freiheit zu bringen, doch die Heere, die sie in Feindesland sendete, sich vor anderen Kriegshorden wenig unterschieden, und weder Eigenthum noch Leben war vor ihrem Andrang in Deutschland gesichert. —