Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1855)
- Date
- 1855-10-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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340 .SsNeu».« Dann in Musaf: '2N^NZ1.'75tz^ DSVO NVSV .-Hilf mir zu meinem Rechte. Und räche deiner Knechte In grimmiger Wülh Vergoff'neS Blut! Zermalm' die Widersacher, Und du» o Zornanfacher, Send' wider sie aus Unheil und Graus!' — Dann im Mincha: 'Y^ '"Y? V^N^ „Allmächt'ger, schweige nicht Zu meinem Blut! Sei still und ruhe nicht Bei Feindes Wuth! Ahnd' es an ihm, der mich Mit Bann belegt; Die Erd' bedeck' es nicht. Wo sie mich trägt!" — " Gewiß in diesen und tausend ähnlichen Ausbrüchen gibt ffch ein großer, poetischer Weltschmerz zu erkennen, der Nochrind Racheschrei der beleidigten Menschheit. — Dürfen wir unseren Voreltern, in denen nicht nur der Jude, sondern auck der Mersch so tief verletzt und gekränkt wurde, dürfen wir ibncn zurufen: „Warum schrieet ihr um Vergeltung, um Rache gegen eure Widersacher? befiehlt ja unsere heilige Religion Liebe auch gegen die Feinde! ruft sie unS ja zu (Spr. 20, 22): sprich nicht, ich will das Böse wieder vergelten, harre auf Gott, er wird dir fvLon helfen — und der heil. Sanger (Ps.!V9. 28t spricht: 1^?^ '^QN 7^d<1 ^IQN „sie mögen fluchen, du sollst segnen!- — Das laßt sich Alles wohl anempfehlen bei ruhigem Blute, in ruhigen Zeiten — aber wenn das Gefühl ungerecht erlittener Kränkung euer Herz aufregt; wenn ihr von Hsus nav Hof verjagt werdet, und hohnlachende Feinde im Namen der Religion euer Eigenthum plündern; wenn ihr sehet, wie eure Zöhne vnd