Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 8 (August 1855)
- Date
- 1855-08-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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280 warum sollte eS nicht Tausenden mit mir gelingen? — Mein vierjähriges Töchterchen freut sich schon die ganze Woche auf die Kreitag-Abendlieder, und „Allsabbath, Sin Engel naht!" — singt der Engel beim Schlafengehen und summt mit Sabbathgedanken sich in süße Ruhe ein. — Deutsche Pesach - und Cha - nuka-Lieder sind meinen Kindern innig vertraut worden und regen ihr Gefühl, bei Wiederkehr der Feste, in derselben Weise an. wie eS früher die alten Gesänge und. Melodieen gethan haben. — Kindheit und Poesie sind innig verwandt; wenn der beilige Tanger singt: „der Kinder Mund baut Gottes Reich," so ist daS noch heute eine himmlische Wahrheit. Der religiöse Gesang ist der Schlüssel, womit, an das Heiligthum des Kinderherzens angeklopft werden muß, daß es sich öffne, um die heilige Gemeinde der religiösen Gefühle und Gedanken aufzunehmen. — Deßhalb, glaube ich, wird Mancher, dem das religiöse Gefühl noch warm im Herzen putsirt, der nicht blos den Geist, sondern auch das Gemüthsleben des Judenthums gerettet zu sehen, als das heiligste Ziel begrüßt, welches angestrebt werden muß, unS Dank wissen, wenn wir hier und da einen religiösen Gesang zur Anregung und Pflege der häuslichen Andacht in Viesen Blättern mittheilen. - Wir beginnen (Nummer 51.) mit einem Stück „Seimrotk« für Freitagabend, welches im Rythmus an das alte »Alak-jspInZ« erinnert und nach einer uralten Melodie, die ich in heiligsüßem Andenken auS meinem gesegneten Elternhause in mir trug, gedichtet ist, und die ich daher zur Benützung, vielleicht für Manchen auch zu ebenso wohltuender Erinnerung, hiermit veröffentliche. Melodie und Gedickt wollen auf kein anderes Verdienst Anspruch machen, als eine kindlich gemütliche Anregung zu bieten für religiös srohgestimmte Familienkreise Gott segne und erhalte diese, überall, wo sie noch zu finden siad! — z. S.