Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1855)
- Date
- 1855-06-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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208 Bericht über die zweite 5. —-Eine auszeichnende Amtstracht fei nicht etwa eine Neuerung, sondern von jeher bei den Rabbinern in Uebung gewesen. Eine wenigstens annähernde Gleichmäßigkeit in dieser Beziehung wäre daher als eine, wenn auch blos äußerliche, deßhalb doch nicht zu übersehende Vervollständigung für die anzustrebende „liturgische Einigung" von Wichtigkeit. — L. — Wird mit Beziehung auf die Marime, die der Talmud schon gegen den HauSbettel (ll'NNLN "!'MVN 'Zp) in Anwendung gebracht wissen will, die beantragte Gründung von Vereinen (dergleichen in mehreren Gemeinden und auch in der Gemeinde des Referenten bereits bestehen), und das Zusammenwirken derselben als ein Gegenstand geltend gemacht, welcher der Jnbetrachtnahme der Conferenz in hohem Grade würdig sei. Ref. stimmt jedoch dem erweiterten Antrage, gar rein Empfehlungszeuzniß nach Außen auszustellen, im Allgemeinen nicht bei, indem er namentlich in mittleren und kleineren Gemeinden das Ertheilen von Empfehlungszeugnissen nach Außen, wenn die Roth eS erfordert, a!S eine heilige Berufspflicht betrachte. — HL 7. — Ref. hält diesen Antrag — wenngleich nicht zu verkennen sei, daß diese Vorschrift bei unseren Viehzucht treibenden Religionsgenossen zu mancherlei Störungen und MißHelligkeiten Veranlassung gebe — dennoch zur Verhandlung für noch nicht reif, indem derselben die Feststellung des Princips vorangehen müßte, und dabei eine Übereinstimmung in der Anschauungsweise voraussichtlich kaum zu erzielen sein dürste. — ^ck 8—10. — Rücksichtlich dieser, auf wissenschaftliche Bearbeitungen hinzielenden Anträge, hebt Ref. hervor, wie Nr. 8. bereits den Erfolg gehabt habe, daß zur Befriedigung des ausgesprochenen Bedürfnisses im Laufe d. I. zwei Schriften erschienen und der Konferenz vorgelegt worden seien (vgl. die obeniezeichneten Schulschriften), nämlich: „Leitfaden" ,c. von dem Referenten und ^ora umi^a^ v. Rabbiner Stein, durch welche letztere Schrift zugleich der in dem Berichte der ersten Conferenz enthaltene Antrag 1., insofern derselbe die Abfassung eines ReligionSbucheS für höhere Bürgerschulen bezweckt,