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Der israelitische Volkslehrer · 1855-03-01 · Heft 3 (März 1855) · page 40

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 3 (März 1855)
Date
1855-03-01
Page
– (sequence 40)
Language
German
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124 Rundschau. und dem bekannten „Mkve-Gesetz" analoger wäre eS gewesen, wenn es beliebt »arte, die Abgabe von Briefen an jüdischen Feiertagen an Juden überhaupt zu Verbieten. Von sonst erweiterten Rechten, die den Juden dort eingeräumt worden wären, hat noch nichts verlauten wollen, vielmehr soll das. Bürgerwerden, denen, die es noch nicht sind, sehr erschwert worden sein. Die judische Gemeinde der Hauptstadt Sachsen s bat in der Person des Herrn 0r. Wolf Landau ihrem früheren Rabbiner vr. Z. Frankel einen Nachfolger gegeben. Nach ten ärenives LsravUtes äe>?rane? hat, nachhen! die Gefel'schasi für das allgemeine Wohl in Holland die Aufnahmsfähigkeit der Israeliten im Allgemeinen beschlossen hatte, das Departement für den Haag diese Aufnahme an die Bedingung geknüpft, daß der Israelit?, was der Christ nicht nö:hig hat, sich selbst und zwar schriftlich um diese Aufnabme bewerbe und in seinem Schreiben förmlich den Willen erklare, in Uebereinstimmung mit den Grundsätzen der christlichen Religion zu den Zwecken der Gesellschaft beizutragen. Schöne Toleranz das! Wir würden uns höflichst davor bedanken und hätten lieber gesehen, die Gesellschaft hätte sich geradezu für eine specistsch christliche erklärt und als solche den Juden den Eintritt verwehrt. Spanien will, nach neuesten Berichten, den Juden Einlaß, wenn auch noch nicht volle Rechtsgleichheit gewähren. Mag es sehen, wie es mit seiner Ehre zurecht kommt, wir kümmern uns wenig darum und haben darüber unsere eigenen Ansichten. Wir hätten uns nicht vor seine Thüre gestellt und um Einlaß gebett.lt. Wenn uns Jemand in schmählicher, blinder Wuth ganz unverdienter Weise aus dem Hause hinausgeworfen, in welchem wir einen wohlerworbenen Platz eingenommen, und er kommt später zur Einsicht, daß er damit vor seinem eigenen besseren Selbst und vor den Augen der richtenden Welt sich gebrandmartt hat, so kann es nur seine Sache sein, die Schmach von sich abzuwälzen und xater p?eeavi zu sprechen, unsere Aufgabe aber kann nur die sein, dann großmüthig zu vergeben und zu vergessen. WaS kann es nun auch fruchten, in einem dumpfen Winkel des südwestlichen Europa's noch ein Schemelchen zu erlangen, wo wir hinkauern und — ducken dürfen? ——:o»:> An die verehrlichen Mitarbeiter Eingegangen ist: Schulwesen. Lehrer-Besoldung, v D. in E. — in einem der nächsten Hefte. —lieber Mittlerschaft :c. von vr. Adler in A. — im nächsten Hefte. — Religionsgesvräcke. über Rasiren, das Zerrbild und die Reform — Fortsetzung sehr willkommen. — Ueber d^tk Michaelis, durch O. N. Kayn, — in einem der nächsten Hefte. - Der Name Effaer (Skizze) von vr. Adler in K. — demnächst. — Nekrolog des set. k. zu Bretten. — im nächsten beste. — Bayerische Zustände. --. im nächsten Helte; um Fortsetzung wird qebeten. — Herr Lehrer N. in Dorsten wolle angeben, wie ihm der Bolkslehrer zuzusenden sei; Betrag erhalten. Der Artikel über Ungarische Zustände aus Pesch kann, weil anonym eingesendet, nicht aufgenommen werden. — SoebeH noch eingetroffen: Die verschiedenen Auffassungemeisen des jüdischen Alterthums v. vr. Holdyeim. — selber die Namen Gottes in der heil. Schrift, v. vr. Aud — beide demnächst. - " z>. g^.

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