Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 8 (August 1856)
- Date
- 1856-08-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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220 Act m. Die beiden Zeugen. Es ist die Wahrheit! Josua. WiÄ>erhoK's vor Gott! — Erster Zeuge. Wir klagen Menelaus, den Priester, an, Daß er im Tempel Götterdienst geübt. Wir kannten ihn, wir warnten ihn, er hat's vollbracht! Zweiter Zeuge. Wir selbst sind Priester. Mit welch' tiefem Abscheu Sah'n wir sein Thun! Wir riefen: Menelaus, Welch' Frevelwerk! Er sprach: ich thu's mit Vorsatz! - Josua. Du, solcher Schuld Verklagter, steh' und rede! Menelaus (Stzen bleibend.) Ich leg' Verwahrung ein gen solch Verfahren? — Ein Hoherpriester muß gerichtet werden Von dem Synedrion der Ein und sieb'zig. Nittai (der N-chste neben Jossa.) Wer hat zum Hohenpriester dich gemacht? Bist du's durch Abkunft, durch die Wahl des Volks? Anginem Brustschild klebt des Bruders Blut. O, daß die Stein' zornglühend sich umkehrten. Dein Herz verzehrend, der du fremdes Feuer Jn's Heiligthum gebracht, entarteter. Verworfner Sprösling Arons! Josua. Ruhig, Nittai! Nicht ziemet Richtern selbst gerechter Zorn. — Erklärt ihr euch vor Gott vereinte Männer, Berechtigt, diese Sach' zu richten? Die Richter (einstimmig). Ja! Josua. So laß die Ausflucht, Menelaus! Kannst du In Wahrheit dich vertheidigen — versuch's! — Nach Blut nicht dürsten Richter Israels; Sie sprechen freudiger „nicht schuldig" aus!