Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1858)
- Date
- 1858-07-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/3129675-3129754-3129759--2442-3131150- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
«m «et Zntolerach. Jude zn sein, ich halte es für durchaus nochwendig, solches! M Schau getragenen schnöden Gesinnungen, die sich hier, oicht blos in dem ganM Factum, sondern ne'disch und mißgünstig in jedem einzelnen Worte, ja, wir glauben nicht zu irren, am Meisten zwifchm^de^ mit aller Entschiedenheit entgegen zu wirken, und der altadamitischen Schlange, welche Anderen den Mitbesitz an dem großen Gottesgarten „Erde" geifernd und giftschäumend mißgönnt, den Kopf zzt zertreten, wo wir sie finden. Schon der alte Talmud sagt: „unsere Macht besteht nur Munde!" Dem frechen Worte, das uns verläumdet, setzen wir das freie Wort entgegen, das uns vertheidige. Wozu hätten wir Federn, wenn vi? sie nicht zum Kampfe für Recht und Wahrheit gegen,daS wlgerupfte. „Federvieh" gebrauchen sollten? — - - Freilich, Herr vr. Rüppell will es nicht Wort Habeft, daß er ein Judenfresser sei. In seinem Porworte heißt eS: „schließlich will ich mich -speciell gegeq die Zlnschuldigung ver? wahren, durch meinen Vortrag den Ausspruch einer Mißach? tung gegen eine Fraction (sie!) der hiesigen Einwohnerschaft zu beabsichtigen, welche einem von mir verschiedenen Religions-Cultus huldigt." Mau sieht hier wieder, Herr Dr. Rüppell hat in Egypten nicht nur die Urbanität verlernt, indem die ganze Brochüre von Grobheiten strotzt, sondern auch die deutsche Sprache ist ihm dort abhanden gekommen, indem das Büchelchen von Sprachschnitzern wimmelt, die einst Egypten von fremdem Gethier, und thut es mir leid als ein Mann von jüdischer Raxe ^- denn das liegt ihm doch eigentlich in den indogermanischen Gliedern, worauf er aber als Naturforscher seinen Unwillen nicht zu begründen wagt, veßhalb der Glaube herhalten muß, mit dem ein Mann der Naturwissenschaft schon freier umspringt, — ihn , den Bollblutdeutschen, auf deutfche Sprachfehler aufmerksam machen zu müssen! Wir Juden huldigen also einem von ihm l^chiedeneu Religions-CultuS! — Also ist Herr Rüppell selbst eia Cultus — ein Dagon, ein Typhon, oder so etwas, ein ueuer Fetisch — nun! von ihm verschieden zu sein, weder 17*