Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 9 (September 1858)
- Date
- 1858-09-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Briefliche Mitteilung. 571 Daß eS «ach wie vor dabei vttHarre, daß Mitglieder beider Hänser bei ihrer Aufnahme den Schwur auf die Constitution endigen müßten mit den Worten: „Anf den wahren Glauben eines Christen", (Lord John Rüssel wollte die letzten sechs Worte mit jedesmaliger Zustimmung des Unterhauses so ersetzen: „So wahr mir Gott helfe"), daß eS (das Oberhaus) aber anS Rücksicht vor dem im zweiten Hause so oft ausgesprochenen Prineip folgende Ausnahme zur Annahme des Unterhauses vorschlagen: es soll beiden Körpern individuell freistehen, Mitgliedern, die gegen obige Formel Bedenken tragen, mit der Aeußerung solcher Schlußworte Zulassung zu gestatten, die ihnen (den einzutretenden Abgeordneten) am Meisten bindend erscheinen. Dieser Antrag wurde, als vom Oberhaus ausgehend, daselbst drei Mal, dann drei Mal im Unterhaus, (nämlich gestern zum dritten Male) gelesen, und wurde somit — Gefetz. Die gestrige Verhandlung war sehr charakteristisch. DIsraeli, wie immer, schwieg, aber stimmte für Rothschild mit drei anderen Eabinets-Ministern, während der Rest des Cabinettes dagegen stimmte. Kaum trat R. an den Tisch, um zu schwören, als ein Mitglied (Warren, der große Novellist)*) den Präsidenten aufforderte, R. zur Ordnung zu rufen. Er fiel durch. Der zweite Präsident (Llerk karlianiWt) reichte nun R. den gewöhnlichen Schwur zur Leistung. R. refüsirte. Der Clerk.meldet es dem Präsidenten: Dieser ersucht R., sich aus dem Hause ein Moment zu entfernen, d. h. sich außerhalb der Barriere zu begeben. Darauf trug Lord John Ruffel an, das Haus möge erlauben, daß der Baron so schwören möge, wie ihm beliebe. Warren sprach wieder dagegen und ebenso *) Es finden sich auch in seinem berühmten Werke: ,AuS dem Tagebuche eines Arztes" Züge^ welche ihn als einen Gegner der Juden charatterisiren. — Red,