Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 4 (April 1858)
- Date
- 1858-04-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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Schulnachrichten Aus Württemberg. Folgendes Rescript ist jüngst, in Betreff der Regelung der "Gebühren für Functionen der Rabbiner und Vorsänger (Religionslehrer) ergangen: DieK.israelitischeOber-Kirchenbehörde an das K.Oberamt. Mit Genehmigung deS K. Ministerium deS Kirchen- und Schulwesens hat die isr. Ober-Kirchenbehörde die Gebühren der Rabbineu und Vorsänger son folgenden kirchlichen Verrichtungen theils erhöht, theilS neu festgesetzt: t) Die ConstrmationS-Gebühren werden von einem Gulden auf zwei Gulden unter der Bestimmung erhöht, daß in denjenigen Orten, in welchen die Rabbinen nicht wohnen und die Vorsänger den Unterricht ertheilen, hievon den Rabbinen ^sz und den Vorsangern 2/z zufallen. 2) Bei Beerdigungen, bei welchen eine Grabrede nicht verlangt wird, dagegen die vorgeschriebenen Gebete abgehalten werden, wird für letztere eine Gebühr von einem Gulden bestimmt, welche dem die Leiche begleitenden Rabbinen oder Vorsänger zu entrichten ist. S) Für Abhaltung der Gebete bei Beschneidungen, und ebenso 4) Für das AuSsegnen einer Wöchnerin, wenn solches verlangt wird, ist eine Gebühr von 30 Kreuzern festgesetzt. Diese Gebühren haben in allen Fallen wegzufallen, in welchen die Zahlungspflichtigen der Klasse der Armen angehören. Das K. Oberamt wird dieses den isr. Kirchenvorsteherämtern seines Bezirks mit dem Auftrag eröffnen, ihren resp. Gemeinden von dieser Verfü- Mg mittelst Anschlags an die Synagogenthüre Kenntniß zu geben. Stuttgart, den l8. Mai l853. Schmidt. Jordan. Dazu wird unS geschrieben: „Der vorstehende Erlaß verldankt sein Entstehen dem Bestreben unserer Staats- und Schultehirden, das Einkommen der Lehrer und Vorsänger, welche Aemter M Württemberg beinahe überall in Einer Person vereinigt sind, ß zu erhöhen. Bei dem wachsenden Mangel an jüd. Lehrern, von denen jüngst wieder einer ausgetreten und rem profitableren Ge- WistSleben sich zugewendet hat und mehrere wegen hohen Alters gm den Ruhestand eintreten werden, ist eine namhafte GehaltS- Wufbesserung, mehr noch des Dienstes als der Personen halber, Wringendes Bedürfniß. Theurungszulagen sind ebenfalls in AuS- W<ht gestellt und werden von den Familienvätern sehnlich erwartet.