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Der israelitische Volkslehrer · 1858-04-01 · Heft 4 (April 1858) · page 8

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 4 (April 1858)
Date
1858-04-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Das T-sdenst der Hierarchie. : daher, wie solches in diesen Blättern wiederholt nachgewiesen wurde, nur ein Fügen in die Notwendigkeit, ja es wird bei seiner Einsetzung geradezu als eine Beeinträchtigung der monotheistischen Zdee erklärt, in den bekannten Worten Gottes an Samuel: „nicht dich haben sie verschmäht, sondern mich, zu regieren über sie!" Aehnlich verhalt es sich nun auch mit dem israelitischen Priesterthume, nur mit dem Unterschiede, daß hier die Nothwendigkeit sich weit früher herausstellt, indem Israel sich allzuschnell des empfangenen allgemeinen Priesterthums unfähig gezeigt hat — DaS erkennt auch der Talmud an in den Worten i^NV' Idw NZINlH PNU „Israel trat aus dem Priesterthume und Aaron kam an seme Stelle; " wornach zugegeben wird, d Israel daS allgemeine Priesterthum besaß, es also in der ursprünglichen, reinen Idee lag, das ganze Volk zu Priestern (V'2N2 N2*7Q!Ä einzusetzen, sowie denn bei der Gesetzgebung am Sinai die zu deren Feter dargebrachten Opfer nicht durch Priester, sondern durch Jünglinge auS den Kindern Israels (555157' '22 dargebracht wurden' Es stellt sich dabei in der Bibel ein merkwürdiges Verhaltniß heraus zwischen dem Beginne der Menschengeschichtc und dem Deginne der Volksgeschichte Israels. Die Bibel lenkt überall den Blick in'S Universelle, Ganze, um zu zeigen, daß das Besondere nur ein Theil des Ganzen sei und sich als solchen fühlen solle. Sie nennt uns bei der Weltschöpfung erst den Himmel und dann die Erde; der heil. Sänger, im 8. Psalm, verklärte diesen Umstand, indem ihm vor der Unendlichkeit des HimmelS — der selbst wieder als ein leichtes „Fingerwerk" Gottes so klein ist vor der Hoheit des Schöpfers — die Erde ganz verschwindet und der Mensch in seiner Nichtigkeit erscheint, und doch wieder so groß in seiner geistigen Würde und Gottähnlichkeit, wobei von einem eonfessionellen Menschen nicht die Rede ist. — Ebenso lenket die Schrift bei der Schöpfung des Menschen den Blick auf die Menschheit, unv das ist es, wodurch sich jene Frage des k. ^i-ekak (s. kageki z. Zt.). warum' die Tora nicht mit der Tora, d. h. mit dem Gesetze für

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