Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1858)
- Date
- 1858-02-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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SS Schulnachrichtni. Ich Wle mich gedrungen, meinen Herren College» gegenüber, welche dte^ von meiner Seite unterlassene Unterschrift als eine Fahrlässigkeit mißdeuten könnten, vor Allem folgende Erklärung als Rechtfertigung hiermit zu geben : Beim Eintreffen des beregten Petitions-Entwurfes lag ich an einem schweren nervösen Leiden bedenklich krank darnieder. Als ich von den Meinigen dessen Empfang erfuhr, ließ ich dieses Schriftstück mir aufs Krankenbett bringen, schrieb, so gut ich konnte, einige Zeiten an Herrn Mannheimer, sandte diese nebst jener Eingabe an ihn ab, vergaß aber, in meiner nervösen Schwäche, zu unterzeichnen. — So viel hierüber! — Wenn nun aber Herr Mannheimer weiter referirt, daß er and nur er der Mann sei, dem die Ehre des begonnenen Werks;ebühre, so erscheint"eS nothwendig, ohne alle Animosität, That- '«.chen reden zu lassen und durch diese den wahren Sachverhalt zu constatiren.— Im Jahre 1848 verbanden sich Herr Lehrer BrandeiS, »amals zu Großzimmern, Herr Simon, damals Lehrer zu Gedern md der Unterzeichnete, für Verbesserung derLage der isr. 5 ehr er nn d Schulen des Gr. Hessen thatig zu sein, beiefen eine Lehrerversammlung nach Darmstadt, entwarfen ort in Verbindung mit den erschienenen Collegen, worunter auch 5err Mannheimer, eine Petition an die hiesige Staatsbehörde, iine zweite Lehrerversammlung, von uns Obengenannten, nach ). ausgeschrieben, war nur von uns besucht worden. Furcht, inschüchterungen, Mangel an Selbstbewußtsein und Begeisterung ir die gute Sache ließen uns ohne Beihütfe. Anfangs der 50er Jahre bewegten wir Herrn Lehrer Schön- :rg, damals zu Echzell, jetzt in Nordamerika, in ähnlichem Sinne te von unS 1348 geschehen, höchsten Orts zu petitioniren. Die ntwort war abschlaglichen Inhalts. Ein gewisser, jetzt beseitigr Popanz vertrat damals hindernd den Weg zu jedem Bessererden. — Herr Lehrer Brand eis versuchte es dann im Jahr 1856, e rhetnhesf. iSr. Lehrer für abermaliges Netitioniren zu geinnen; ich war dafür bei den Lehrern der Provinz Oberhessen ätig. Doch abermals vereitelte die gespensterhafte Furcht vor in Rabbiner-Popanz in D. bei den Lehrern die Hoffnung und a Muth zum günstigen Voranschreiten. Ich sandte demzufolge einen darauf bezugnehmenden Artikel die Redaktion der A. Z. des Judenthums, aber die „ohne es parteiische Interesse" redigirende versagte Aufnahme und »twort.