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Der israelitische Volkslehrer · 1860-10-01 · Heft 10 (Oktober 1860) · page 26

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 10 (Oktober 1860)
Date
1860-10-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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SküüHHM. SA ftnamt zT^er't^^en? Vatz »Äk MeL^M^Gchtlv^hev Wck Dsff-Schoppen-wähle»-Liüffs''?-''' ^" ' ^!^?^.^^>'k? -.' Münster/ 7. Echk. Großes Aufsehe« hat hier m den ersten Tagen ^eser Woche ein Herr vr^ Kke e aus Verlw erregt. ir<l^^ evangelischen Airche mehrmals Predigten zur Bekehrung der Anden stellten, auch züt SammluTjgfüt"diese^ Zweck aufgefordert und Tvrctätl'em vertheitt^ hat. tlnsere israelitischen Vtitbürger. ungefähr 3tw Seelea. und quch ^as ganze übrige Publikum haben ssch ziemlich gleichgültig dabei verhatten: es fehlte zualeich «cht an Kdhfschütteln nnd sarkastischen Bemerkungen Herr 5lee ist nach Föta gereist, um dort.für denselben Zweck zu predigen. ^Iff.A) G«mbtnnea> 7.'.Kept'-.'Der ÄutsbefitzerG. m'S^. jüdischen Glaubens, war. obwl?l dreimäl hinter einander als Lieuten antin der Landwehr- Cavalterie gewählt, als solcher nicht bestätigt worden. 'Derselbe hat hierüber in einer Zmmediat-Eingabe Beschwerde geführt und vor wenigen Tagen von dem Pn'nj-Regentm einen ablehnenden B Anzahl der. wiewohl in der Minon'tät gegen ihn verbliebenen Mitglieder des betreffenden OWercorps verhälwißmä'ßig zu bedeutend fei. Die Wahl zum Offizier wird durch absolute Majorität bedingt (Ostpr. I.) - Münster, im Ott. Mehrfache mit Beziehung auf die m'der Ausführung begriffenen Wahlen zum Provinzial-Landtage 'erhobenen Beschwerden, welche die Ausschließung derLud en von Listen der Wählbaren im Stande der Städte betreffen, haben den Oberpräßdenten der Provinz Westphalen veranlaßt, neuerdings die k. LanVrathsäcktcr ^n.einer Cirmlar-Perfügunz auf den allerhöchsten Erlaß ^vom^S3^ Mai d. S.,'die rechtliche Stellung der Juden in den preußischen^Staaten betreffend, hinzuwn^en, wodü^ worden ist, da? nach Lage der Gesetzgebung den Juden die Ausübung ständige? Rechtskauf KreLZ- und Provinzial-Landtagen nicht versagt werden könne, insbesondere dieselben daher bei den jetzt vorzunehmenden Neu-und Ergänzuugswahlen nicht auszuschließen seien. - - Köln, 1. Oct. Die neue Synagoge der hiesigen israelitischen Gemeinde ist nunmehr ihrer ^Vollendung ganz na he. Nachdem vorgestern die oberste reich vergoldete Dachspitze fertig geworden^ prangt jetzt in einer Höhe von l5S Fuß über dem Fußboden der den neuen Tempel überragende Davidsstern. Mit der Vergoldung der an der prächtigen Kuppel herab lau senden Reifen ist begonnen. Die inneren Malereien sind bereits von der dbersten Spitze bis zu den Haupt-Gurtbogen vollendete In dieser Synagoge erhalt unsere Stadt einen Neuen vortreMch gelungenen monumentalen Prachtbau von großer Schönheit. (K. Z.) ' . ' ' ' > ' ' ' . Vibcm, im August. Als eine bemerkenSwerthe Tharsache spricht man hier viel von dem Eindruck, welchen' eine^ S yn a a o g e n fe rerlichkeit bei den hohen Herrfchaften, welche hier zur Badekur sich aufhielten, gemacht habe. Der Thronfolger hatte den Wunsch geäußert, einmal den jüdischen Ritus zu sehen. Die Synagogen-Ausbesserungen wurden daher beschleunigt, und am bestimmten. Tage erschien der Thronfolger in Begleitung seines Bruders, seines Vetters, des Grafen^ Stroganoff, seines Curators und Gefolge. Man s?sl<es sei dies das erste Beispiel in Rußland- Der Thronfolger zeigte sichtliche Rührung, als die ganze Gemeinde ihm das „Gesegnet sei, det da komm?'." evtgege»rief,.«nd bat.hierauf, man möge feine Anwesenheit nicht weiter beachten und den, Gottesdienst ungestört seinen Fortgang nehmen lassen.. Ein fremder, gerade anwesender Prediger. sprach das Gebet für den Kaiser und die kaiserliche Familie, deren anwesenden'Mitglieder er/besonders segnete. Man will die kindliche Freude des jungen Moßfürsten/N^y ^aj vorzüglich wahrgenommen haben. Alle hohen Herrschaften'blieben bis zurn Schluß anwesend. Der Graf Stroganoff äußnte nachmals gegen den Vorsteher sich sehr zufrieden mit der durchweg erbaulichen Feierlichkeit. Er sagte unter An-

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