Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1860)
- Date
- 1860-07-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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.nn5tKWKkstt4«ttsp?Um. derzFr<ude!üSer das!Vek'ngew!diefeS! N^ Ausdruck zii ^geieü, wurden mancherlei Anstalten zuv feietlichek Einweihung des Gotteshauses gettöffen, und die Krone dieset Feier blldete unstteitig die eben so gehaltvolle al^- zum Herzen gesprochene Einweihungsrededes Herrn vr. Aub, Kreisrabbiners Mainz/ der auch die herzlichste Anerkennung zu Theil ward von allen Seiten > namentlich auch von dnl nichtisräelitischen Anwohnenden, als der Geistlichkeit und dem Gemeinderath, der sich in Coxvore dabei Hetheiligte^ dessett Toleranz wiederum volle AnerkennunA verdient. - - - < - .cü>er die deS Herrn vr. Aub auf zü..densn.ße zunächst gesprochen ward, den Einfluß^ geübt, ^er damit beabfichtigt war?— So fragte ich mich auf meiner Rückreise^ da meine Seele noch ganz von dem Eindruck dieser Feiert erMt war. Da mußte ich mir sagen, daß ich, leider! von dem Gegentheil überzeugt worden bin. Aber woher kommt dasf^Was müßte geschehen, daß solche Gelegenheiten nicht wie ein Schauspiel an den Betreffenden vorüberziehe, ohne einen bleibenden Eindruck zunickzulassen? Da verfiel ich in Träumereien und im wachen Traume sah ich Jakobs Leiter V'N^tt ^X^vl y V'^M^I g'?1^ Da erkannte ich, daß das allein die Lösung meiner Fragen ist: Boten Gottes find die Herrn Rabbiner und Prediger, die das Volk hinauf zur Höhe der reinen Erkenntniß uni>Gottesverehrung führen sollen — Boten Gottes sind aber auch alle Bekenner des israelitischen Glaubens, durch die, vermöge ihres Berufs, alle Völker der Erde zum Dienste des Einigen geleitet werden sollen. Aber während die Erstgenannten bereits auf des obern und obersten Stufen angelaugt find, stehen le^exe, namentlich das (s?i55N V)j .Landvolk noch auf der untersten Sprosse der Bildungsstufe. Was nützt es, wenn jene Herrn von ihrem hohen Standpunkt herab noch so salbungsreiche Reden zum Volke sprechen? — Dieses höret Worte deren Zusammenhang eS nicht verstehet, deren tiefe Bedeutung es also nicht t» Herz und Gemüth aufzunehmen vermag^ Hat sich ja doch Gott selber herniedergelassen auf den Berg Sinai, um zum Bolke zu sprechen. O, so mögen auch die Herrn Rabbiner und Prediger etwas mehr zum Volke herabsteigen "1 Die Ihr die Hirten des Volkes seid, bemüht Euch zur Fassungskrast des Volkes herabzusteigen. Euer Herabsteigen ist die .einzige und darum nothwendige Bedingung zum Hinaufsteigen deS Volke».- - ^. .> ,l - Baader—- wie dies in der in Rede stehende» Gemeinde allem Unschem nachder Fall ist — das Publikum kein anderes als S'euna-ureÄna (Auw. d. Red. S—d.)