Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1860)
- Date
- 1860-06-01
- Page
- – (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/3129675-3129731-3129738--3208-3130499- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
.NttvdHiUH. wehrt, hattechö mehreren JÄ^rhündertm ki der jüdischen Geschichte gefehlt. Darum war das religiöse Leben in ewe Att Verdmnpfuüg «ld Versteinerung gerathen. Das paulmische und nachapostolische Christenthum war ein solcher Gegensatz gewesen, und weil - dasselbe das normirende G e setz aufgehoben^ das Erkennen? beseitigt und dafür den Glaub ew hingestellt hatte, erzeugte es in der Httwicklung deS Judenthums das Festklammern an daS Gefetz und das Ausspinnen des Religions-Gefetzlichen bis zu den feinsten Wem Der Talmud! war daS Produkt dieser gegensätzlichen Bewegung; et war die alleiw fachende Autorität innerhalb des Zudenthmns geworden und hatte die Bibel aus dem Volksbewußtsem verdrängt. Die Erleuchtung des Geistes, die Erwärmung des Gemüthes, der zugleich innig religiöse und poetische Hauch, welche den heiligen Urkunden entströmen^ waren den Gemeinden^ und den Hauptvertretern abhanden gekommen.- Das Talmudstudium selbst, daS in der Amoräerzeit erfrischend' und erhellend gewirkt hatte, war in: der Epoche der Saburäer und im ersten gaonäischen Jahrhundert zur trockenen Gedächtnkßlehre herabgesunken und ermangelte der geistigen iBefruchtungsfähigkeit. Es fehlte der scharfe LustjUg, welcher die verschlossenen dumpfen Räume durchwehen sollte." Was werdm die Orthodoren zu diesem Urthcile des 0?. Graetz sagen?7 - -Gutmanu^ j^-..... . --z^'l?r!' i'- )s' - ''!, - 25^ Ruu d s ch a ». . - ' NNVM 'VNVVV!w V " " ''-'^ >-.- -^^. . ^' ' -_ 1-1 5. - '! Frankfurt a. Mim Juni Mit der größten Theilnahme werden nsere Leser vernehmen, daß der Altmeister jüdischer Wissenschaft m unserer Etadt, unser allverehrter vr. Jost, am 1. Julk sein fünfun^dzwanzigjihriges Dlenstjubiläum an der hlessgen iSraek. Realschule feiert. Die Schule und der vom Jubilar gestiftete Frauenverein werden den Tag besonders festlich begehen. (S. Freitag-Abend, VI. Lief.) — Ein anderer Nestor 5er jüdischen'Gelehrsamkeit, Rapaport zu Prag, hat am d. M. sein Iieben;iöftes Geburtsfest/ unter vselseitiger Theiknahme begangen ÄS ffnd uns m Betreff dieserFeicH zwei sehr gut geschriebene Festgedichte, das eine in hebräischer Eprache 1^ MtZV^von DavidRapaport, das andere in deutscher Sprache, ^ie drei Salomonen von A d okph B o^d et, zügegangen. Das hebräische Äebicht wimmelt auffallender Weise von Druckfehlern, in dem deutschen häben dir die^ Apotheose von „R. Salomen Ven GaVnol^, eme so bedeutende Dichlergröße dieser auch war, tiennoch für gesucht gefunden^ Die Zusammenstellung Vit den „drei' Möses" ist leine "glückliche zu nennen: Möge der Hinr- «el dem greise» Gelehrten Kraft und Gesundheit verlnhen, fich «och lange bes roohterworbenen Ruh benZ teidV noch ungedrückre»