Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 4 (April 1860)
- Date
- 1860-04-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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5,t:,'j'^^ zzz .O denket deffeü Alle mit uns, und danket mit uns Gott, unser Aller Gott, dem alten, ewiglebenden Gott, der den Mond erneuert, der das Jahr erneuert, der die Menschheit eruiert, der Israel erneuert und verjünget, aus der alten Kraft, M dem altttt Stamm heraus! — Ja, da stehen wir, im innersten Herfen dieselben vor demselben Gott! — Dw Zeiten haben sich geändert; die Verhältnisse haben sich geändert; unsere in den Staub getretene Menschenbild dung hat sich aus dem Staube wieder emporgerafft; unser zu Beden getretenes Menschenrecht ist durch Gottes'Hilfe und zahlreicher Menschenfreunde Beistand wieder aufgerichtet worden — so Vieles — o so Vieles ist anderH worden auch die Erscheinung dieses Heiligthums ist eine andere worden — auch der Dienk in demselben hat eine andere Gestalt angenommen — aber wir stehen und beten noch auf derselben Statte, wo unsere Väter gestanden und gebetet; und sowie in der erhabenen Tonkunst oft ein Mißton mit Absicht vom Meister gefügt ist, damit der Mißklanq sich löse in um so wohltuenderen Einklang, so sind die Leiden unserer Väter wohl ein schreiender Mißton, der sich aber löset in den sich vorbereitenden Zusammenklang der Menschheit; und noch ist das erhabene Tonstück lange nicht zu Ende, und der große Tonkunstler droben, «dessen Saite gespannt ist über die ganze Erde und dessen Vortrag tönt bis an der Welt Ende," Er wird es mehr und mehr lösen wunderbar, und in dem großen Völker-Hallelujah tönt das Geschick Israels mit und wird mittönen bis an's Ende der Tage! — Und nun da sich mir Gedanken von solcher Tragweite und Bedeutung entgegendrängen in dieser für uns alle so denkwürdig Stunde, wo eine der ältesten Gemeinden des deutschen Israel auf dieser altgey?eiheten, sonst durch Schmerzens-, heute durch Freudenthränen geheiligten Stätte ihrem Gotte sich aufs Neue dienend und huldigend nahet — wie sollte, wie könnte ich die Bedeutung dieser Feier und dieses Baues erschöpfen in dieser Einen Stunde? ^- Erhabene, gottgewidmete Redestätte, du wirst mir ja oft Gelegenheit bieten^ ju unserer Gemeinde von der hohen Bedeutung des Werkes zu reden, welches wir durch den heiligen Eifer Einzelner und das fromme Zusammenwirken Vieler bewerkstelligt haben, und auch heute und morgen, in meinen beiden innig zusammengehörigen' Festvorträgen sei es derselbe Gegenstand, der unsere Aufmerksamkeit in Anspruch nehme, indem wir über; .- . . - - . '- - dft BedeutÜM der W nachdenke«, unsere Blicke lenkend auf unsere dunkle Vergangenheit und unsere erleuchtete Zukunft, die sich zur Einheit fügen m der Haud des Ewigen, unseres Gottes. —