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Der israelitische Volkslehrer · 1860-03-01 · Heft 3 (März 1860) · page 33

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 3 (März 1860)
Date
1860-03-01
Page
– (sequence 33)
Language
German
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SktAßtAes Mk Sb!jsig««i Jahrhundert, wohin immer Mhxß^ di^ Autodafes j der Inquisition'stets bedrohet und gute AufngblNs fanden. Und die Türkei hatte durchaus keine! Mj^che^ihre'geübte' zu bereuend Denn die in großer! j Menge ihr'zuströmenden Juden brachten nicht nur aüsehnliche Kapitalien in das Land, soMern^waö noch^'lMhtiger, verpflan;- - ten -arich die ganze damalige abendländische Cultur in das osl z ittämsche Reich. Durch sie nahmen Handel und Gewerbe einen . VvrhlN nicht gekannten Aufschwung, wurden zahlreiche Fabriken . gegründet, fanden Künste und Wissenschaften eine gedeihliche P^ge^ 'Als daher der venetianische Fürst Soranzo nach seiner? Rückkehr aus Conftantinope! (>573) in seiner Vaterstade Vene. big 'erfuhr, daß man hier darauf denke, die Juden von da au^utreiben, rief er : „Was für eine böse Thad habt ihr da! v^/die Juden zu vertreiben, eine Maßregel, welche für euch iioch ^chlnmne Folgen haben wird.' Wer hat der Türkei Glüä ^ssrder^wöher nahmen-sie Arbeiter, dr> ihnen Kanonen^ Bozen, l sch^M Geschüy^S^ und Lanze anfertigten, wenn l incht von den aus Spanien vertriebenen Juden? Und diese zn vertreibelr ist ^eüer Rathschluß/ damit sie zu unfern Feinden übersehen?- Wisset nur, die Juden stehen bei den höchsten Würi benträgern der Türken gar sehv in Ansehn, darum wahrlich zncht gut ist euer Nathschluß." — In ganz ähnlicher Weise Z stechen sich die/ von durchaus nicht judenfreundlichen ChriM l Verfaßten Reisebeschrnbungen jener Zeit aus. Daß unter Alchen ' Umständen einzelne Jud?n sich zu bedeutend einflußreichen Slelküngen km Staate a uns nicht wundern. Bornehmkch waren eS ausgezeichnete Aerzte, die vermöge ihres Berufes leicht Züttitt fanden bei den Großen des Reichs uns z bei dem Sultaw selbst, und nicht selten ihren Einfluß nicht nur is; Ärztlicher,, sondern auch in, politischer Beziehung geltend zu ma^en wußten^ ''/ . - ' D / Der Verfasser füdrt unS zwei, solcher Aerzte vor, von denen s der Einx,.Mose Hamon, Leibarzt und Vertrauter des Sul- _-------- tans Soliman ll., zugleich hochgeseiert von den Rabbinern j Vex Mmaligen Zeit, wegen seiner eifrigen Förderung der jüdi- - sch^N: Wissenschaft und großartigen Gründung eines Lehrhauses, z von allen seinen .Glaubensgenossen verehrt wegen seiner hochl ^rzigea Milothätigkeit und zu t ihren Guusten.! Der Andere, Rabbi Salomo Nathan Aschl tena s i, . Leibarzt des Großveziers Muhammed Sokolli, zur z Zeit dn Regierung Selim's II., dessen diplomatische Thätigkeit vielfach und insbesondere bei dem Friedensschlüsse der Türkei j Mit Vevedig hervortrat, bei welcher Gelegenheit er am 6. Juli

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