Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1851)
- Date
- 1851-05-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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ein Lehrer der Religion. höchsten und heiligsten Geistes, gelobt sei Er! Denn wie? ist es nicht der Geist km Menschen, den wir bewundern, der alles Große schafft? und das Große und Herrliche draussen in der Natur,ünd daS Größere und Herrlichere, was drinnen im Menschen waltet, — nicht durch den Größten und Herrlichsten sollte es entstanden sein, den mit Bewußtsein schaffenden, höchsten Geist? Wir sollten von einer Welt, in welcher die Gedanken ans allen Knospen so reichlich hervorblühen, nicht auf ein Wesen schließen, als den Urquell und wissenden Denker aller Gedanken? In der That! ich finde in dem Aberglauben, der doch noch einen denkenden Urheber der Welt annimmt, wenn er auch sein Bild entstellt, immer noch mehr Vernunft, als in dem Unglauben, der ihn gänzlich läugnet, und ich kenne kein abgeschmackteres Götzenpaar, als die augenlose Notwendigkeit und den kopflosen Zufall. Uns aber, m. Fr., die wir zwischen Unglauben und Aberglauben den lichten Pfad eines vernünftigen Glaubens wandeln, uns wird die Natur doppelt lieb und Werth , und ihre Größe— und Schönheit bewundernd, und in ihr so klar und gewiß den Herrn erkennend, als wenn er sichtbar uns entgegenträte, rufen wir, wie einst die Vater, als sich ihnen Gott in seiner ganzen Hoheit zeigte, begeistert aus: 'MONM '255 'N^>tt ,1N1)M 'htt TN Das ist mein Gott, ich will ihn verherrlichen, Der Gott meines Vaters, ich will ihn erheben!*) Denn wie's geblüht hat vor Jahrtausenden, als die Väter am Meere ihr Lied anstimmten, so blühet und singt es noch jetzt in der Natur, und so wird es blühen und singen nach Jahrtausenden, immer dieselbe Herrlichkeit, immer denselben Gesang: O*?^ ^Q'Gott regieret immer und ewig. Die Menschen und ihre Werke versinken wie Grabsteine in den weichenden Grund; die Künstler und ihre Schöpfungen verwittern, und ihr Name Verschwimmt in nebelgraue Sage GD^ die Wogen der Zeit bedecken sie! Und so verwittern und versinken auch die Gedankengebilde der Weltweisen, womit sie Gott nachbauen oder vorbauen wollen — 0' NSVW du hauchest mit deinem Odem, da bedeckt sie daS 5) Vgl. kasski z. St.