Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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»Sckbltck auf das Jahr 1657. 7 Meßen werde; aber eS ist Alle» wieder still. Desto erfreulicher ist der Hinblick auf das Gebiet der staatsbürgerlichen Reform. Diese wird nicht eher ablassen, als bis sie die Zudenemaneipation zum glücklichen Ziele geführt. Wohl übt das britische Unterhaus eine wahre Sisyphusarbeit, indem eS deir schweren Stein alljährlich zur HSHe emporwälzt, wo er von dem gestrengen Oberhause immer wieder hinavgeschleudert wird. Allem am Ende überwindet doch die unwiderstehliche Volkskraft auch den zähesten Widerstand; und so mag eS auch aus dem vergangenen Jahre dankbar verzeichnet werden, daß die Wähler der City, nachdem Baron v. Rothschild fein Mandat freiwillig niedergelegt hatte, ihn und stch selbst dadurch ehrten, daß sie aufS Neue ihn zu ihrem Vertreter erwählten, und auf diese Weise feine, unsere Sache zur ihrigen gemacht haben. — Die Nordsee trägt uns nach Schweden. Hier zeigt sich der altprotestanttsche Geist, der in seinem staatlichen Alleingeltenwollen wider sich selbst Proiestirt, noch zäher als in Altengland. Eine Vorlage der Regierung, die eine Erweiterung der bürgerlichen Rechte unserer TlaubenSbrüder zum Zwecke hatte, konnte deßhalb bei den Ständen nicht durchdringen. — Erfreulich dagegen ist die Wahrnehmung, daß die Eolome deutscher Synagogenreform zu Gothen bürg einen günstigen Bestand und Fortgang habe; auch zu Stockholm regend sich reformatorische Elemente. — Die Ostsee trägt uns nach Rußland hinüber. Mit der Regierung des neuen Kaisers scheint eine neue Aera, und zwar eine Ent- Wickelung zum Besseren hin, für die dorthin verschlagenen Söhne Zuda'S kommen zu wollen; bis jetzt zeigen aber die dämmernden Lichtstreifen deS Morgens nur um so mehr die dort noch herrschende düstere Nacht. — Als eine interessante Laune der Autokratie mag eS bezeichnet werden, daß die auf die Sabbathlichter gelegte Steuer zur Errichtung von Schulen verwendet wird, um Licht unter den Israeliten zu verbreiten! — - Die fortgesetzte Reise gen Morgen führt unS aack de» Oriente. Hier treten uns zwei europäische Männer unseres Glaubens leuchtend entgegen; Sir Moses Montefiore und Herr Albert Kohn. Die Schulen, welche der Letztere daselbst an