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Der israelitische Volkslehrer · 1856-01-01 · Heft 1 (Januar 1856) · page 9

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 1 (Januar 1856)
Date
1856-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Rückblick auf d»S Jahr!s5S. 9 nicht gesonnen, denselben — da hiefür eine eigene Zeitschrift Roth Hut, — zu weit auszudehnen, sondern die ursprüngliche Tendenz unserer Zeitschrist, von der Wissenschaft geklärte Ideen aufklarend dem gebildeten und bildungSbedürftigen Leser nahe zu bringen, stets und sorgfaltig im Auge zu behalten. Für homiletische Gaben haben wir eine besondere Beilage eröffnet, indem das Verlangen hiernach, namentlich von Seiten vieler Lehrer, unS kund geworden ist, und werden wir in diesem Jahre einem weiter geäußerten Wunsche in Betreff Mittheilu.igen von Kasualreden zweckdienlich zu entsprechen bestrebt sein. Die Anzahl gediegener Mitarbeiter hat sich gesteigert und wir zweifeln nicht, daß deren frohbegrüßten Stimmen auch im Laufe des neuen Jahrgangs in unserem für lichtvolles und inniges ZudenLhum eröffneten Sprechsaale wieder kräftig werden vernommen werden. — So können wir auf die EntWickelung und Fortbildung unserer Zeitschrist mit Befriedigung zurückschauen; wir sind nicht so unbescheiden, dieselbe als ein Organ der gesammten Judenheit auszuposaunen — aber daß ein jüdisches Organ Noth thut, welches mit gleichbleibender Energie, mit überzeugungstreuer Wärme, mit Geradheit, Offenheit und Wachsamkeit unsere Zustände beleuchte, die Heuchelei entlarve, die^Gesinuuvgstreue befestige und unter Wahrung der Pietät gegen daS jüdische Alterthum die Hoffnung und die Zuversicht auf die Erneuerung und Wiederbelebung des JudenthumS wecke und wach erhalte — daß ein solches Organ, sagen wir, dringend nothwendig sei in einer Zeit, wo Hyperonhodorie, Neualterthümelei, gespreizte Verbildung, seichte Aufklarerei, JndifferentiSmus, Atheismus, und dazu reaetionäre Bestrebungen von allen Seiten, dem Judenthume so große Gefahr drohen — das fühlten wir tief — deßhalb traten und treten wir in die Schränken — und hängt eS von der ferneren und gesteigerten Theilnahme unserer gefinnungSverwandten Mitarbeiter und Leser ab, daß wir dem hohen Ziele, welches wir unS vorgesetzt, immer näher kommen. — Den Herausgeber dieser Blätter durchdringt das Bewußtfein eines guten Willens, eines warmen Eifers, eines rüstigen, uneigennützigen Streben«. Aber waS vermag in Zeiten solcher Zer-

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