Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 36. für das Schlujahr 1912-1913 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
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…/3122061-3122106--5724-3126201- Visual Library
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9 Zahl, Namen und Geburtsort der Hörer und Schüler «ind in Beilage G), der Fortgang der Schüler der unteren Abteilung in Beilage D) verzeichnet Über die Wirksamkeit des Ez-Ghaj im-Vereines, sowie über die zu Gunsten der Anstalt gemachten Spenden, über die Stipendien und die Mensa erstattet Beilage E) Bericht Der Zuwachs der Bibliothek ist in den Beilagen F), G) und H) ausgewiesen. Auf die am Ende des Schuljahres 1911—12 aus dem Baron Philipp Schey’schen Fonde ausgeschriebene Preisfrage: »Die Spuren der Bibelerklärung der Tannaiten und Amoräer, wie auch des Targums in der Vulgata (in erster Reihe mit aus dem Pentateuch genommenen Beispielen)« ist eine Preisarbeit eingereicht worden, über die der Fachprofessor das folgende Urteil abgab : »Der Verfasser orientiert in der Einleitung seiner Arbeit hinreichend über die Umstände der Entstehung von Hieronymus, Bibelübersetzung; in ihrem Hauptteile stellt er aus dem größten Teile der heiligen Schrift, besonders aber aus dem Pentateuch größtenteils sehr charakteristische Beispiele des Zusammenhanges der Vulgata mit der in der jüdischen Traditionsliteratur uns überkommenen Bibelerklärung zusammen. Manchmal nimmt er auch die Kommentare des Kirchenvaters zu Hilfe und berücksichtigt die bisherigen diesen Gegenstand behandelnden Forschungen. Wohl nimmt er nicht genügend Rücksicht auf die verschiedenen, in der Preisfrage hervorgehobenen Schichten der altem jüdischen Bibelerklärung, allein meistenteils weist er auch auf die Verfasser der zitierten Midraschstellen hin. Zu bemängeln ist es, daß der Verfasser hinsichtlich der Vulgataübersetzung der Psalmen nicht auf deren besonderen Charakter und auf ihr Verhältnis zur Septuaginta geachtet hat. Die Preisarbeit zeigt sorgfältige Behandlung und hingebungsvollen Fleiß und bietet auch in ihrer gegenwärtigen Form und in ihrem jetzigen Umfange einen wertvollen Beitrag zur Lösung der in der Preisfrage gestellten Aufgabe und verdient darum den Preis.« Der Verfasser der preisgekrönten Arbeit ist der zweitjährige Hörer Moritz Niedermann.