Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 28. für das Schlujahr 1904-1905 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 316)
- Language
- German
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I Die an unserer Anstalt promovirten Rabbiner haben 200 Exemplare der »Moses Bloch Jubelschrift« dem »Ez-Ghajim«- Vereine mit der Bestimmung übergeben, dass der dafür jähi־ lieh einfliessende Betrag einem Hörer der oberen Abteilung als Stipendium übergeben werde. Beilage A) enthält Zahl, Namen und Geburtsort der Hörer und Schüler unserer Anstalt, Beilage B) erstattet den Bericht üder die Wirksamkeit und den Vermögensstand des Unterstützungsyereines »Ez-Chajim«, sowie über die im Laufe des Schuljahres 1904—1905 zu Gunsten des genannten Vereines gemachten Spenden und über die Stipendien, die Hörern der Anstalt verliehen wurden.; Beilage G) verzeichnet die der Anstaltsbibliothek gemachten Schenkungen. Beilage D) die angekauften Bücher. Auf die am Ende des Schuljahres 1903—4 aus der Philipp von, Schey sehen Stiftung ausgeschriebene Preisfrage: »Findet der talmudische Lehrsatz: שלוחו של .אדם כמותו, die 7rat, die der Beauftragte vollbringt, wird betrachtet, als hätte der Auftraggeber selbst sie vollzogen, überall, sowoh bezüglich der Erfüllung religiöser Pflichten als auch in Betreff der Eheschliessung und Scheidung, und endlich in Zivil-׳ und Strafrechtsfällen -seine volle Anwendung, . oder gibt es Ausnahmen davon, und welche? Ferner, wer ist gesetzlich be-׳ rechtigt, einen שליה zu machen und wer kann ein שליח werden?« ist eine Preisarbeit eingelaufen. Das Urteil darüber lautet: Die .Preisaufgabe über den talmudisehen Lehrsatz שלוחו של ־ אדם כמותו ist in. der mit dem Motto זזה לך האות כי אנכי שלחתיך eingereichten Abhandlung mit vielem Fleiss und grosser Sachkenntnis gearbeitet. Der Verfasser versucht durch die richtige Einteilung des weitverzweigten Stoffes und durch die treffende Anwendung der Ansichten älterer und späterer talmudischer Autoritäten die verschiedeneh Widersprüche und Fragen zu lösen und beweist, dass er den Gegenstand gründlich aufgefasst hat. Zu wünschen wäre eine bessere, sorgfältigere Korrektur der Abschrift gewesen, da. sich zahlreiche Schreibfehler eingeschlichen haben. Auch in der Anwendung der Abbreviatu-