Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 28. für das Schlujahr 1904-1905 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 49)
- Language
- German
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46 Inhaltsübersicht. GXLV. I b n Ree [?] an einen Verwandten in der Levante. Sein Vater machte ihm Vorwürfe, weil er von Konstantinopel nach Venedig ausgewandert ist, obendrein ohne Abschied. Infolge seines Schreibens erhielt er die ihm von einem reichen Privatmanne angebotene Hauslehrerstelle nicht. Hofft, sein Vater werde nach Überlegung seinen Schritt billigen, da er in Venedig sich ausbilden kann. Cf. Nr. 134. CXLVI. Für Jekuthiel Carmi in Sachen des Geldes in Milano. Philipp II. vertrieb (1597) die Juden aus dem Milanesisehen, hinterlegte indes eine Summe, mit der sie schadlos gehalten werden sollten (siehe JE. VII, 8). Carmi, das Oberhaupt der milanesischen Juden, erschien nun mit Kalonymos Pazia [Pavia?] und Samuel Coen, den zwei anderen Vor- Stehern, und wünschte (offenbar vom venezianischen Rabbinat); dass bezüglich gedachter Summe irgendwelche Anordnung getroffen werde. Namentlich, dass Niemand seine Rechte auf Unterstützung auf eigene Faust bei der weltlichen Behörde geltend zu machen versuche. Die vorher getroffenen Bestimmungen des Mantuaner Rabbinates hatten zu keinem Resultate geführt. Das venezianische Rabbinat verfügt nun, es möge in allen Gemeinden, in denen sich die Vertriebenen niedergelassen haben, in seinem Namen verkündet werden, dass jeder, der ein Recht auf das fragliche Geld geltend machen will, am Neumondstage des Ijjar in Viadana zu erscheinen habe. Die Versammlung werde dann das Geeignete zur Erlangung der Summe beschliessen. Wer nicht erscheint, hat sich den Be- Schlüssen der Versammelten zu fügen. Venedig, 8. Tammuz 1604. CXLVII. Sendschreiben an die Gemeinden Deutschlands zugunsten der Armen des heiligen Landes. Die palästinischen Juden sind verschuldet. Das Schiff, auf dem sich für sie Geldsendungen und Wolle zur Verarbeitung befanden, sei gekapert worden. Infolge der Hungersnot