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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1895-01-01 · [18] für das Schlujahr 1845-95 (1895) · page 78

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[18] für das Schlujahr 1845-95 (1895)
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 78)
Language
German
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73 spect verloren. Unter ihren Admiralen brachte er nur einem einzigen Anerkennung und Furcht entgegen, dem löwenmuthigen Bartolo d. i. Bortolomeo Contarini1). Entweder, so äusserte er sich, werde dieser ihn nach Yenedig als Gefangenen einliefern oder er jenen nach Constantinopel im Triumph bringen. Yon Mustafa II. selber konnte Josef gar merkwürdige Kundschaft geben. Er wollte nicht nur der Feldherr und Wiederhersteller seines Reiches, sondern der Stellvertreter des Propheten, die Säule des Islam werden. Er selber gieng in den Städten, in denen er sich aufhielt, als Glaubenswächter und Auge des Gesetzes umher. Hinrichtungen folgten seinen Schritten, jede Uebertretung der Koranvorschriften zog den Tod nach sich; zwei bis drei Opfer büssten täglich ihre Lust am Weine mit dem Leben. So wollte er zugleich die Grenzen seines Reiches hinausrücken und Zucht und Frömmigkeit im Innern auf neue Grundlagen stellen. Am 9. Februar 1696 konnte Dr. Tobia Cohen an Conegliano berichten2), der Sultan sei wieder zum Einmarsch in Ungarn entschlossen. Der Harem werde ihn nur bis Adrianopel begleiten und hier zurückgelassen werden. Yon diesem Besuche der Grosswürdenträger des Hofes in der zweiten Reichshauptstadt erwartete Tobia wieder Gelegenheit zur Fortsetzung der im Sinne und Aufträge Coneglianos angeknüpften Unterhandlungen. Conegliano war unermüdlich in der Aufspürung von Anlässen, die ihm zur Einholung von Nachrichten aus der Türkei zu führen schienen. So bat er für Emanuel Valentin, der mit den aus Constantinopel vertriebenen Venezianern in die Hauptstadt zurückgekehrt war, um den Schutz des Staates gegen den Grossherzog von Toscana, der in einer Civilprozessangeleg^nheit dessen Auslieferung verlangte. Yon ihm, der sich bereits früher in der Türkei anstellig und zuverlässig erwiesen hatte, versprach er sich nämlich, er werde, statt, wie er vorhatte, nach Aleppo zu gehen, lieber nach Smyrna sich begeben und brauchbare Nachrichten von da zurückbringen3). 1) Garzoni a. a. 0. 625 f. 2) S. Anhang Y, 47. 8) Ib. N1*. 48.

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