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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1892-01-01 · [15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892) · page 172

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892)
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 172)
Language
German
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IRI
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— 4 — den Hintritt des Oberrabbiners von Tyrnau Simon Sidon und des Docenten am jüd. theol. Seminar in Breslan Dr. B. Zuckermann Ausdruck. — Bei der Beerdigung des Budapester Oberstudien-Directors, Dr. Ferdinand Lutter, der als Vorsitzender unserer Maturitätsprüfung der Anstalt zahlreiche Beweise seines Wohlwollens gab, liess sich der Lehrkörper durch die Professoren Dr. Wilh. Bacher und Salomon Schill vertreten. Anlässlich des Krönungsjubiläums Sr. Majestät unseres apostolischen Königs veranstaltete der Lehrkörper einen feierlichen Gottesdienst, bei welchem der absolvirte Rabbinats- Candidat Dr. Leopold Goldschmied die Festrede hielt. Der theologische Verein, sowie der Selbstbildungs- und Selbsthilfsverein setzten im abgelaufenen Schuljahre in gewohnter Weise ihre Thätigkeit fort. Die Anzahl, sowie Namen und Ileimath der Schüler und Hörer sind aus der Beilage A) zu entnehmen. Beilage B) giebt über das Wirken des Unterstützungs- Vereines Ez־Chajim, sowie über die im Laufe des Schuljahres zu Gunsten der Landes-Rabbinerschule gemachten Schenkungen und Stiftungen Kenntniss. Die der Bibliothek unserer Anstalt zugewendeten Sehenkungen verzeichnet Beilage C), die durch Kauf erworbenen Bücher Beilage D). Auf die Freiherr Philipp v. Schey’sche Preisfrage : ״Die Entstehung und Entwicklung der synagogalen Liturgie bis zum Auftreten der Paitanim“ wurde eine einzige Arbeit eingereicht, mit dem Motto: מסיר אזנו משמוע תורה גם תפלתו תועבה. Obwol an derselben zu bemängeln ist, dass sie manche Stelle der Mischna und des Talmud unrichtig auffasst und dadurch zu unrichtigen Behauptungen gelangt, so z. B. was die Institution der Maamadotb. oder was das Mussaph-Gebet betrifft, so muss dennoch anerkannt werden, dass der Verfasser mit grossem Fleisse und mit Sachkenntniss den Gegenstand der Aufgabe behandelt und in der Benützung der Quellen logische Schärfe und selbständige Auffassung bekündet. Besonders verdient derjenige Theil der Arbeit gelobt zu werden, welcher die Zeit vom Beginn der Amoräerepoche an behandelt. Dem Verfasser wird empfohlen, seine Arbeit vor

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