Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 41)
- Language
- German
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25 tet ihn auch in die kommende. 162) Auch wenn er nicht mehr hienieden weilt, lebt er dennoch auf Erden fort in den Lehr- Sätzen, die in seinem Namen überliefert werden. 163) Auf die geistigen Freuden der Unsterblichkeit pflegte Rab mit folgenden Worten hinzuweisen: 164) Nicht gleicht dieser Welt die kommende; denn dort giebt es nicht sinnliche Genüsse, nicht Handel und Wandel, nicht Hass und Neid, sondern die Frommen sitzen da, ihre Kronen auf den Häuptern und laben sich am Glanze der göttlichen Majestät. Reich ist Rab’s Agada an Sentenzen über das sittliche *Leben und über die Beziehungen der Menschen zu einander. Die Gebote der Thora sind nur gegeben, um die Menschen sittlich zu läutern.165) Alles was öffentlich zu thun — des Scheines wegen — verboten ist, das darf man sich auch im innersten Gemache nicht erlauben. 166) Angesichts eines öffentlichen Argernisses darf auf die Ehre des Angesehenen keine Rücksicht genommen werden. 167) Wer eine Sünde begangen hat und darob Beschämung erlitt, dem wird Vergebung zu Theil. 1es) Immer־• 162) Beracli. 64a M. Kat. 29a. Vgl. Schocher tob zu y 84,8, wo Ähnliches von R. Levi. 163) Jebam. 96b, Bechor. 81b. Wie Rab bei seinen Äusserungen auch an die Nachwelt dachte, dafür ist Folgendes charakteristisch. Zu einer nicht ganz deutlichen Erklärung zu Mischna Sabbath 7,3 giebt er die nähere Begründung mit den Worten: Ich will zu meiner Äusserung noch etwas zur Erläuterung hinzufügen, damit die künftigen Generationen nicht über mich lachen דלא ליתו דרי בתראי וליהכו עלי Sabb. 75b. — An den Klagereden, * die über den Verstorbenen gehalten werden, sagte Rab, kann man erkennen, ob er ein Sohn der künftigen Welt ist. Sabb. 153a. 164) מחנלא בפומא דרב Berach. 17a. 165) לא ניתנו מצות לישראל אלא לצרף בהן את הבריות. Mit Anlehnung an אמרת ח צרופה Prov. 30,5 ip 18,31. Lev. r. c. 13. In Gen. r. c. 44 auch durch ein Beispiel verdeutlicht. Vgl. auch Tanchuma zu Levit. 11,2 und Schocher tob zu ip 18,31; Midrasch Samuel c. IV Anf. In Jalkut II, §. 161 irrthümlich אמר ר1א♦ 168)כל שהוא אפור מפני מראית העין אפילו בחדרי חדרים אסור, So jer. Kiiajim 32a. in b. Sabbath 34b כל מה שאסרו חכמים. 187)Berach. 19b. 168)Berach. 12b. Als Simon b. Chalafta Rab’s Sohn Chijja zum Abschiede mit den Worten gesegnet hatte: Gottes Wille sei, dass du Niemand beschämest, von Niemand beschämt werdest!“ und Chijja