Die Freistatt
- Journal
- Die Freistatt
- Volume
- 2 (1914)
- Issue
- Heft 3 (30.6.1914)
- Article
- Die fünfte "Jugendkonferenz"
- Date
- 1914-06-30
- Page
- 188 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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183 Vom jüdischen Leben und Schaffen gliedern, in zwei SUdten Pfadfindergrtippen mit 35 Mitgliedern Irt der Berichtsperiode sind334 Ausflöge unternommen worden. Diese Ziffern sind ja gewiss klein genug; aber man muss die traurigen Erziehungs- und Gesundheüsverhältnisse der jüdischen Massen Galiziens kennnen, man muss nur an die fremdsprachigen Schulen denken, (sie sind den Proletarierkfndern zum grossen Teile gar nicht zugänglich; in Tarnow fab es unter 120 Mitgliedern gegen 0, die keine Schule besucht hatten!) und an die unmenschlichen Wohnungsverhältnisse, um die Bedeutung dieser Sclbslerziehungsarbeit zu ermessen, Freitich, refne Bifdungsorgatilsaf fönen sind das nicht- In dem von der 4 Konferenz beschlossenen Arbeitsprogramme heiflt es; „Die Aufgabe unserer Organisation ist die Erziehung der jugendlichen Arbeifer im Geiste des Klassen- und nationalen Bewußtseins und der internationalen Solidarität* In diesem Sinne ist die Organisation Jüdisch und sozialistisch und steht, wie erwähnt, zu der poale-zionistisclien Partei In engen Beziehungen. Aber das ist nur natürlich. Die jüdische und die soziale Frage treten an die Inngen Arbeiter schon tn ihrer Kindheit heran; das Äussert sich besonders krass darin z B, dass die Organisation seit Jahren einen Kampf führen muss gegen die fremdsprachige Abendgewerbeschule für die Tage schule mit jiddischer Sprache* B. L. An unsere Leser Wir bitten in Bibliotheken, Cafes und Restaurants die ,FreisiaiV zu verlangen und uns Adressen von Interessenten der »Freistatt* und Anhängern unserer Richtung zu geben. Portoauslagen vergüten wir. , ■ -I ■ J I \1! PtH 1 .....™ "■«~- II III ^1 Auskunftsstelle für Jiddisch Allen denen, die es im Westen mit dem Verstehen jiddischen Schrifttums versuchen wollen — Einzelpersonen wie Vereinen —, steht die Schriftleituiig der »Freistatt* gerne unentgeltlich beratend und Wege weisend zur Seite. Mit Rückporto versehene Schreiben richte man an die Redaktion der .Freistatt*, Berlin-Steglitz, Auskunftsstelle für Jiddisch. V*rantworU1ch für die Schriftleltting: F. M. KauFmann, Berlin-Sieglitz — Esch welter (Rhld> — Druck von DostaTl, Eitzweiler. V*rUg der Frtistalt