Die Freistatt
- Journal
- Die Freistatt
- Volume
- 2 (1914)
- Issue
- Heft 3 (30.6.1914)
- Article
- Spaziergang
- Date
- 1914-06-30
- Page
- 182 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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182 Verse Spaziergang Der Wald ist besser, als ich es bin.. Die Tiere darin Kennen den Sinn. Die Hände sind ganz betrunken. Der Wind spricht freundlich zu meinem Hut, Die Aeste sind meinen Augen gut. Der Schuh ist ins Moos versunken. Die rohen Lippen pfeifen ein Lied — Was man doch sonst so strenge vermied Der Waldweg streichelt die Beine. Sogar ins Hirn kommt langsam Ruh, Sonne du, Sonne du — — — Ich liebe so sehr meine Steine. Fabriksbüro Hier ist Zeit in Sprechstunden zerfallen. Helle Glatzen bändigen Papiere. Klingelzüge durch den Gang erschallen, Datumziffern leuchten wie Korallen. Grüne Tische sind des Tages Tiere. Durch die Lüfte schwirren Brüche, Zahlen, Brave Diener bringen Schrift und Bücher. Was die Götter einst den Menschen stahlen, Redigiert Verwaltungsrat voll Qualen, Holt es ein und schlägts in bunte Tücher. Kessel dampfen, Schreibmaschinen beben. Vor der Polstertüre weint "das Leben.