Die Freistatt
- Journal
- Die Freistatt
- Volume
- 2 (1914)
- Issue
- Heft 2 (28.5.1914)
- Article
- [Rezension] / Beatus
- Date
- 1914-05-28
- Page
- 124 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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124 Vom jüdischen Leben und Schaffen Paul Mayen „Masken und Martern*« zum Schrei. Sie sprengt das erzene Ge¬ Hyperion-Verlag, Berlin, 1914. Pr* webe des Sonettes und bricht pathe- Mk. 2 50. Eine leidende Gebärde ist in diesen Versen eingemauert. Dumpf brütet sie auf dem Antlitz des „Thersites des Gequälten und Hohnzerfressenen und tisch hervor, rüttelnd an Gott und Welt. Mit Paul Mayer» dessen Verse den Vorzug haben, nicht eiskalte Gebilde, obwohl hier und da unbeteiligte Schilohnmächtig glimmt sie, wie eine schwäderung sondern Mark aus eigenem lende Fackel aus den Worten des „jungen Leibe zu sein, reift eine Begabung heran, Mannes nnserer Zeit".— Manchmal ist die später auch Gewichtiges geben diese Gebärde Stein geworden, Granit, könnte, wenn sie erst manches von in dem ein müder Zug wie gehäuftes Rilke und George Gelernte überwunden Dunkel sich eingenistet hat; schwer und haben wird. Ich möchte es hier aber schweigend Hegt sie eingepreßt, ohne keineswegs verkennen, daß in manchem Murren und ohne Anklage. Aber manchein Schritt hierzu schon getan worden mal ringt sie sich durch und ballt sich ist* Beatus. Vom jüdischen Leben und Schaffen Statt einer Antwort Dreiviertel Jahr lang hat wohl die gesamte istische Pres d Frei statt gsgenüber eine in ihren Moti allzu deutlich d keineswegs ch zu wertende Taktik befolgt W eine komische Wiederkehr Sünden, d der aufkommende Zionismus einma mit Recht Assimilanten vorwerfen konn te, erschier Hess erken dieses Totschweig nd di ien, wie bei den meisten, hier den Ton angeben, das Wort von der Wandlung ungelebte Redensart geblieben endlich in der Welt st. Als es nun zu Antworten auf die Kritik der Freistatt kam, könnte man sich dem Nackten d Tatsache freuen Doch es ist da etwas das nrühmlich sie sch war, uns die alte Taktik zurückwünschen nicht etwa uns nur, dringlicher lässt: noch solche Zion äusseren Gl denen der Part m ■ als am d ihrem Rechthaben daran Hegt, dass sie geistig makellos dasteht: die darum sehnlichst eine Disku herbeiwünschten und jetzt unvermittelt dem höchst Tai pischen und Banalen gegenübersehen das die Welt sicherlich nur zulieb den Zurückgebliebensten ihrer Leser in den letzten Heften gegen uns abdruckte. Dort sind nicht nur Menschen, sondern weit ärger Probleme in einer stark dialektischen und massenbuhlerischen Weise hinweggeredet worden, sodass ein Eingehen darauf zwecklos Wer aus der Freistatt jene Aufsätze ist kennt, deren Sinn in die Welt als grotesker Unsinn eingeführt wurde, bedarf ja nicht der Hinweise, damit er dort die agitatorischen Unarten herausfinde, den andern aber, der nie die Freistatt zu Gesicht bekam, können nicht wir vor plumpen Attentaten auf seine Leichtgläubigkeit schützen. Dem muss ein anderer helfen, ein Zionist, dem das ruhige Behagen der Massen nichts gilt gegenüber dem Unrecht, das hier Problemen und Tatsachen geschah. Wird er es tilgen, und sei es auch in einem Angriff gegen uns — wenn nur die Ehrfurcht vor dem Problem darin b ist, ihm werden wir gerne antworten. F. M. K-