Die Freistatt
- Journal
- Die Freistatt
- Volume
- 2 (1914)
- Issue
- Heft 1 (30.4.1914)
- Article
- Mission
- Date
- 1914-04-30
- Page
- 52 (sequence 2)
- Language
- German
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1 52 Verse Nun folge mir. Sieh mich des Tempels Tore heben; Auf meinem Haupt die Mitra hell wie Sonnglanz scheint Ich weihe dich mit Blut, das im Gewölbe weint. Und nun, mein süßer Märtyrer, steig auf zum Leben, Uno opfre dich, dich selbst auf den Altären, Gib uns aus deinem Blut das Abendmahl zu zehren Sei du das langverkündete und neue Lamm. » Ich will, fern von dem Licht, das deine Siege schicken, Du mfeiner Wunder Kind von Himmelsfeuerstamm, Aus Himmeln, toter Götter voll, dein Bahrtuch sticken. Hymnus der Sinnlichkeit Das Licht singt: Bleiche Schatten spielen, Helle Lichter glühen Hinüber zu den vielen Freuden des Daseins! — Wo die frühen Toten auferstehen Und Wandeln im Sonnengleißen, Wo die Wellen des Aethers wehen Und Sterne zerreißen, Dort wollen wir ruhen auf strahlengewebten Feldern, mitten zwischen Farbenbrücken, Und unter selig erlebten Schauern unerhörte Lichtwunder pflücken. Das Ohr singt: Da hören wir das schaumgeschlagne Meer: Träge Fluten, aufwärtskreischend Und zerflatternd und zerfleischend. Der Sturm bringt uns die Melodien her, Die sich aus den Gründen lösen Der gespalteten Wasser — Töne, unbeschwert Und beflügelt von bösen, Drohenden Wünschen. Doch da grüßend Der Hauch Gottes die Wogen überquert, Schmiegt sich ihr Gedränge an seine Seiten, Und sanftmütig und büßend Hört man den Wohllaut längs der Küsten schreiten r