Die Freistatt
- Journal
- Die Freistatt
- Volume
- 2 (1914)
- Issue
- Heft 1 (30.4.1914)
- Article
- Der Tag des Einsamen
- Date
- 1914-04-30
- Page
- 51 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Verse 5t Es löst sich all die Starre in den Spiegeln Wie eine Schale, die man weggeschält, Und sanfte Furcht will jedes Ding besiegeln, Die sich der Seele wie e£n Klang vermählt. Und etwas ringt in diesem grauen Schweigen, Ich weiß nicht, was es ist — und höre kaum: Es ist, als schwinge sich im ganzen Raum Ein stiller Reigen unsichtbarer Oeigen . . . Häuser am Abend fln-kcn die Häuser träumend aus schüchternen Scheiben: in Abend langt nach ihrer traumseligen Glut, /ill ihr funkelndes Qut Mur ferne Wolken und Winde treiben. ,»n«l nun hocken auf rötlich beschienenen Giebeln und Dächern* 'luhlose Schatten und kühlen mit bleichen Fächern l'i;>el, Blech und Gestein. /issen die Häuser nicht ein noch aus: it lliien gedoppelte Fenster, furchtsame Türen ml blasse Gardinen schwanken wie Fahnen, lllern im Dunkeln, knittern Ahnen Jini lassen sich von innen heraus fi)\n Abend durchrühren. ja stehen die roten Kamine einsam und ringeln Rauch, yn<l die Häuser blicken träumend aus schüchternen Scheiben:.: ^Ix-nd säet und streut seinen samtenen Hauch, jiid läßt ihn in allen Dingen Blüten treiben. 11 go Wolf: Mission (Aus dem Französischen des lyan Gilkin) Auf deine Ketzerstirn will ich die Hände geben, <) junger, starrer Stolz, du aller Weichheit feind. Dein Blick, von der Gebärde meines Blicks versteint, Soll sich magnetisch in mein Angesicht verweben.